Knetzgau — Das kulturelle Engagement wird tatsächlich gewürdigt, und das motiviert die Führung des Kulturvereins Museum Schloss Oberschwappach sich im Ehrenamt weiter zu engagieren. Die positive Bilanz des Vorsitzenden Robert Endres bei der Jahresversammlung des Kulturvereins im Schloss passte zu einem Wahlergebnis ohne Gegenstimme: Alle Vorstandsmitglieder werden ihre Funktion weiterhin ausüben.
Vorsitzender Endres hob besonders den an 43 Tagen von Mitgliedern ehrenamtlich geleisteten Museumsdienst hervor, wobei, die Gruppenführungen eingerechnet, weit über 2000 Besucher betreut und mit relevanten kulturell wertvollen Daten und Fakten informiert worden seien. Mit Genugtuung stellte er heraus, dass dem Kulturverein "viele engagierte, selbstlose und uneigennützige Mitglieder angehören, die permanent echte ehrenamtliche Leistungen einbringen".
Werner Schneider würdigte unter großem Beifall die außergewöhnlichen Verdienste von Robert Endres, der in "seinem, von ihm einst gegründeten Kulturverein mit aufopferungsvoller Hingabe alle relevanten Aufgaben perfekt" erfülle. Bei der von Schneider geleiteten Wahl wurden alle Vorstandsmitglieder ohne Gegenstimme wieder gewählt: Robert Endres bleibt Vorsitzender, Egon Stumpf Zweiter Vorsitzender, Bernadette Klug Schriftführerin, Marco Depner Schatzmeister, Herbert Hein und Petra Klug Beisitzer sowie Elisabeth Ambros und Mark Zehe Kassenprüfer. Siegfried Feustel betreut die Archäologische Ausstellung und Leo Maag ist für Öffentlichkeitsarbeit und Presse zuständig.
In einem sehr informativen Kurzreferat zeigte Elisabeth Ambros den Werdegang des in Donnersdorf geborenen königlichen Professors und Bildhauers Johann von Halbig auf. Sein künstlerisches Schaffen machte ihn im 19. Jahrhundert in der ganzen Welt bekannt. Der Stammvater dieser Künstlerfamilie, Christian Halbig, lebte als kunstschaffender Bauer in Hainert und erstellte unter anderem die beiden Seitenaltäre in der Hainerter St. Josefs-Kirche.
Von dem berühmten Enkel Johann sollen demnächst im Schloss Oberschwappach einige von der Pinakothek in München entliehene Originalbüsten ausgestellt werden. Dies hatte Oswald Kuhn aus Westheim in der Fenseh-Sendung "Jetzt red i" angeregt.
In der Diskussion erklärte Roland Spiegel zum Erstaunen der Mitglieder, dass auf den Knetzbergen immer noch "Raubgräber" unterwegs seien. Vorsitzender Endres gab mit Freude bekannt, dass das im Schloss über das Jahr hinweg für die Besucher aufgestellte "Sparschwein" 419,58 Euro eingebracht habe. Als Ziel für eine herbstliche Tagesfahrt empfahl er Schloss Seehof bei Bamberg mit anschließendem Bierkeller-Besuch. Abschließend betonte er, dass man auch zukünftig nicht in "überschwängliche Aktivitäten" verfallen, sondern "echte Kulturpflege mit Betreuung interessierter Besucher im Schloss" betreiben wolle. red