Kreis Haßberge — Die Bundesautobahn 70 zwischen Eltmann und Knetzgau war der Schauplatz zweier Verkehrsunfälle am Wochenende, wie die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck, zuständig für den Autobahnabschnitt bis Eltmann, mitteilt.
Am Freitag gegen 16.35 Uhr waren zwei Audi auf der A 70 Richtung Bayreuth unterwegs, und hier schaukelten sich offenbar die Emotionen hoch: Ein 20-Jähriger war über etwa 15 bis 20 Sekunden sehr nahe auf den vor ihm mit gut 120 Stundenkilometern fahrenden Vordermann aufgefahren. Als er etwa drei Kilometer vor der Anschlussstelle Knetzgau auf dem rechten Fahrstreifen eine Lücke zwischen dort fahrenden Fahrzeugen erkannte, zog er nach rechts, um den Audi verbotswidrig zu überholen. Da sich die Lücke aber offenbar als nicht ausreichend herausstellte, hatte er die Wahl zwischen Auffahren oder den Wechsel nach links. Er entschied sich für den Linksschwenk und rammte mit seinem A 6 seitlich den A 3 eines 40-Jährigen. Der A 6 schleuderte, drehte sich um die eigene Achse, prallte in die Mittelschutzplanke und kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Der A 3 blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen.
Der Schaden wird auf 29 000 Euro geschätzt. Der total beschädigte A 6 musste abgeschleppt werden, der A 3-Fahrer konnte nach der Unfallaufnahme seine Fahrt fortsetzten.
Die Feuerwehr Knetzgau sicherte die Unfallstelle ab, an der sich ein Rückstau von gut zwei Kilometern bildete.
Laut unbeteiligten Zeugen hatte der A 6-Fahrer schon vorher mehrfach versucht, den A 3 rechts zu überholen. Neben den Ordnungswidrigkeiten erwartet den A 6-Fahrer daher eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrsverkehrs und Nötigung.
Am Tunnel "Schwarzer Berg" bei Eltmann hatte sich am Freitag Richtung Bayreuth baustellenbedingt zähflüssiger Verkehr mit zeitweiligem Stillstand gebildet. Gegen 12.20 Uhr musste etwa 20 Meter vor dem Tunnel ein VW-Fahrer verkehrsbedingt anhalten. Ein hinter ihm fahrender 25-Jähriger bemerkte dies zu spät und fuhr mit seinem Opel auf. Der 28-jährige VW-Fahrer wurde leicht verletzt, konnte aber nach der Unfallaufnahme weiterfahren. Der Opel Corsa musste abgeschleppt werden. Der Schaden wird auf 4000 Euro geschätzt. Unmittelbar dahinter kam es zu einem weiteren Auffahrunfall: Ein Fiat prallte auf einen Peugeot. Der nicht mehr fahrbereite Peugeot musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden von 5000 Euro. Aufgrund der Unfälle kam es in beiden Richtungen zu Staus. red