Ihren 101. Geburtstag feierte die Böblingerin Emma Tartler, die seit etwas mehr als drei Monaten im Kursana-Domizil in Herzogenaurach lebt. Wie aus der Pistole geschossen nannte sie auf Nachfrage die Zahl ihrer Enkel, nämlich neun. Dazu kommen noch 15 Urenkel - der erste Ururenkel ist auf dem Weg.
Emma Tartler wurde 1914 im rumänischen Heldsdorf bei Kronstadt geboren und kann viel aus ihrem langen Leben erzählen. So zog sie vier Söhne und eine Tochter groß, wobei einer ihrer Söhne bereits verstorben ist. Mit ihrem Peter war sie 1936 bis zu seinem frühen Tod 1980 verheiratet.
Ihr Ehemann Peter Tartler war Müller und Landwirt sowie Soldat bei der rumänischen Armee. Er geriet in russische Gefangenschaft, aus der er erst 1951 zurückkehrte.
"Ich musste viel arbeiten und die Kinder alleine groß ziehen", blickte die Jubilarin auf diese schwierige Zeit zurück. Zu allem Überfluss wurde die Familie auch noch enteignet und Emma Tartler musste sich statt auf dem eigenen Bauernhof auf der Staatsfarm um die Kälber kümmern.
Nach und nach siedelten ihre erwachsenen Kinder nach Deutschland über. 1987 folgte schließlich auch die Mutter nach Böblingen, wo schon viele Tartlers ihr neues Zuhause gefunden hatten. Einige Jahre lebte sie beim Sohn, bevor sie 2004 im betreuten Wohnen in der Freudenstädter Straße unterkam. Ihre Tochter Edda Plennert, die mit ihrem Mann Walter und der Familie in Tuchenbach lebt, wollte ihre Mutter in der Nähe haben, deswegen wohnt Emma Tartler jetzt im Haus Martin.
Zu den Gratulanten zählte auch Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff. Sae