In der Weisendorfer Zubza-Partnerschule im indischen Nagaland heißt es: "Jedes Korn Reis kostet einen Tropfen Schweiß." In Zukunft soll aber etwas weniger Schweiß fließen. Dafür wird ein "eiserner Büffel" sorgen, so der Sprachgebrauch für einen Handtraktor. Als die Firma Schweiß- und Löttechnik Gumbrecht aus dem Weisendorfer Ortsteil Nankendorf hörte, um was es sich bei einem eisernen Büffel handelt, erklärte sich die Geschäftsführung spontan bereit, dafür die Kosten in Höhe von 500 Euro zu übernehmen.
Der "eiserne Büffel" soll auf dem großen Feld der Zubza-Schule Erleichterung bringen. Der Schule angeschlossen ist ein Hostel mit derzeit 72 Schülern, die von der Hauptstadt Kohima und entfernten Dörfern stammen, da sich der weite Weg nicht täglich bewältigen lässt. Pfarrer Samuel leitet die Schule mit Internat und bearbeitet mit den älteren Schülern das Reisfeld.


Bisher reine Handarbeit

Nach dem Frühjahr muss das Feld vorbereitet werden, um danach die jungen Reispflanzen zu setzen, und das geschieht alles in Handarbeit. Im Nagaland gibt es weder Ochsengespanne noch Handtraktoren zur Feldbearbeitung. Nur einmal im Jahr kann Reis angebaut werden. Der Reisanbau trägt zur Schulfinanzierung bei. Grundnahrungsmittel im Nagaland sind Reis und Dal (Linsensuppe), und zwar dreimal täglich. Wenn vorhanden, ergänzt etwas Gemüse das Gericht. Eine Weisendorfer Delegation nahm unlängst bei einem Aufenthalt in Zubza an der Reisernte teil, erlebte die Handarbeit hautnah mit und beschloss, dass ein Handtraktor notwendig ist. Er soll auch die Feld- und Gartenarbeit der Schwesternkongregation, die das Hostel für Mädchen unterhalten, erleichtern.