Geroda — Ausführlich und detailliert stellte Kämmerer Lothar Ziegler dem Gerodaer Marktgemeinderat in der Sitzung den Haushaltsplan vor. Einstimmig und ohne Nachfragen wurde der Etat mit einem Gesamtvolumen von 2,16 Millionen Euro (rund 435 000 Euro höher als im Vorjahr) von den Ratsmitgliedern verabschiedet.
Demnach schließt der Verwaltungshaushalt mit 1,3 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt entfallen 860 000 Euro. Für dieses Jahr erwartet die Gemeinde Schlüsselzuweisungen in Höhe von 322 800 Euro. Der Einkommensteueranteil wurde mit 328 000 Euro angesetzt. Größter Posten auf der Ausgabenseite sind die Kreisumlage mit 317 000 Euro und Personalkosten in Höhe von 274 000 Euro. Erwirtschaften wird die Gemeinde etwa 185 000 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Die Mindestzuführung (45 900 Euro) wird erreicht.
Laut Investitionsplan unter anderem 13 000 Euro für die Einrichtung des Digitalfunks, 180 000 Euro für die Gestaltung des Pfarrer-Schödel-Platzes, 95 000 Euro für Arbeiten im Abwasserbereich und 100 000 Euro für den DSL-Ausbau eingeplant. Für den Erwerb eines Gebäudes setzte der Kämmerer 222 000 Euro und für den Kauf eines Baggers 100 000 Euro an.

Keine Kreditaufnahmen

Mittel für die anstehende Sanierung der Ortsdurchfahrt Platz oder für die Dorfentwicklung habe Ziegler nicht in den Haushalt aufgenommen, da noch keine Kostenschätzungen vorliegen, Arbeiten heuer nicht durchgeführt werden beziehungsweise noch keine Entscheidungen zur Dorfentwicklung getroffen wurden. Um die geplanten Projekte umsetzen zu können, ist die Entnahme von 295 600 Euro aus den Rücklagen erforderlich. Jedoch nur, wenn alle Maßnahmen durchgeführt werden.
Da auch in diesem Jahr wieder kein Kredit aufgenommen werden muss, verringert sich die Pro-Kopf-Verschuldung der Gerodaer zum Jahresende auf voraussichtlich 213 Euro. Die Schulden der Gemeinde belaufen sich dann auf überschaubare 188 000 Euro. ksg