von unserem Mitarbeiter Wilfried Roppelt

Pretzfeld — Auf dem Tanzboden in Hagenbach haben sich die beiden damals kennengelernt. Und sie wussten recht schnell, dass sie im jeweils anderen den Partner fürs Leben gefunden haben. In der St. Martinskirche in Forchheim hatten sich Rosa (87) und Wilhelm (85) Nützel 1955 das Ja-Wort gegeben.
Das ist jetzt 60 Jahr her, was die Ehe zwischen den beiden zu einer diamantenen gemacht hat. Symbolisch gesehen verkörpern Diamanten die Unzerstörbarkeit einer Ehe. Die im idyllisch gelegenen Reifenberg geborene Jubelbraut kommt aus der früheren Gastwirtschaft Harrer. Längere Jahre war sie nach der Kindererziehung in der Firma Langguth tätig und hat lange ihren Mann beim frühmorgendlichen Zeitungsaustragen unterstützt. Ganze 40 Jahre lang hat Wilhelm Nützel diese Aufgabe übernommen.
Bei beiden ist die Geselligkeit nie zu kurz gekommen, das begann schon damit, dass sie oft gemeinsam auf einem Fahrrad zu den Kirchweihfesten in der Umgebung gefahren sind. Über Eschlipp führte sie der Lebensweg nach Pretzfeld, wo sie 1968 in ihr Eigenheim einziehen konnten. Der Jubelbräutigam, im benachbarten Hagenbach geboren, war in der Land- und Bauwirtschaft sowie 15 Jahre in der Firma Kennametal in Ebermannstadt tätig.

Kommunalpolitisches Interesse

Da sein Interesse auch der Kommunalpolitik galt, gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Wählergemeinschaft Pretzfeld-Altreuth (WPA).
Klar, dass es sich bei so einem Familienfest die Vizelandrätin Rosi Kraus (CSU) und Pretzfelds Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Öko.) nicht nehmen ließen, ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen. Pfarrer Florian Stark hat im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes den Trausegen erneuert.