Die Vorsitzende des Städtepartnerschafts-Vereins Höchstadt - Krasnogorsk, Sybille Menzel, stellte in ihrem Bericht zur Jahreshauptversammlung 2016 befriedigt fest, dass 2015 ein sehr erfolgreiches Jahr für den Verein war. Dank der engagierten Arbeit der Vorstandsmitglieder und vieler weiterer Unterstützer hätten unter anderem solche Höhepunkte wie die Schüler- und Lehreraustausche zwischen den beiden Gymnasien in Höchstadt und Krasnogorsk weitergeführt werden können.
Erstmals reiste im vergangenen Jahr eine Gruppe Krasnogorsker Bürger nach Höchstadt. Ebenfalls erstmalig nahm eine Gruppe von Höchstadtern am Festival "Novyj Mir" teil und schwärmte danach von der Gastfreundschaft, mit der sie in Krasnogorsk aufgenommen worden waren.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Gymnasien blickte 2015 auf eine mittlerweile 20-jährige Geschichte zurück. In Krasnogorsk wurde dies in Anwesenheit einer Delegation des Höchstadter Gymnasiums festlich gewürdigt. Das russische "Trio Scho" begeisterte im Oktober vergangenen Jahres in der Höchstadter Kulturfabrik mit russischer Kaffeehaus-Musik bei russischen Leckerbissen und russischem Tee aus dem Samowar seine Zuhörer. Zuvor schon war die Höchstadter Jugendband "TroubleX" erstmalig in Krasnogorsk.
Regelmäßige monatliche Stammtische und mehrmals im Jahr im Jugend-Zentrum der Kulturfabrik "Chill out" stattfindende Filmabende mit russischen Spielfilmen (mit deutschen Untertiteln) vervollständigen die Arbeit des Städtepartnerschafts-Vereins.
Beim Neujahrsempfang der Stadt Höchstadt 2015 wurde Nina Dyschel aus Krasnogorsk mit der Ehrenspange der Stadt Höchstadt ausgezeichnet. In seinem Bericht über die Auszeichnung schreibt Klaus Strienz: "Leider warten bei großen gesellschaftlichen Veränderungen viel zu viele Menschen auf die Dinge, die da kommen werden. Es gibt jedoch auch Menschen, die die Chancen erkennen und zugreifen bzw. neue Möglichkeiten nutzen. Zu dieser Gruppe Menschen gehört eindeutig Nina Dyschel. Als neue Direktorin des Gymnasiums Opalicha, einem kleinen Vorort von Krasnogorsk, erkannte sie 1996 bereits die Kontakt-Möglichkeiten, die sich mit der (dort) benachbarten deutschen Firma Martin Bauer ergaben." Aus diesem Grundstein, der damals gelegt wurde, wuchs die Städtepartnerschaft zwischen Höchstadt und Krasnogorsk.
Dieter Gropp