Zu dem Bericht "Friedenszeichen nach dem Eklat" vom 29. April:

In den Lokalnachrichten von Forchheim taucht zurzeit öfter mein Name auf - meist in Verbindung mit Pater Laube. So nebenbei - unser Alter hat man leicht angehoben, bei mir auf 78 und bei P. Laube auf 82 Jahre. Beide Geburtstage kommen erst viel später.
Forchheim - nach der offiziellen Auflösung 2013 - war für uns vom Redemptoristen-Orden kein Privatunternehmen. Zur Übergangszeit war selbst Provinzial P. Edmund Hipp an wichtigen Tagen und Zeiten des Kirchenjahres allein oder mit P. Laube dort. Es ging um Gottesdienste, Bußsakrament, Festfeiern usw. Die Seelsorger waren dankbar dafür.
P. Provinzial Hipp hat auch mich angesprochen, ob ich nicht auch gelegentlich nach Forchheim gehen kann. Ich habe gern zugesagt und bald gemerkt, dass dieser Einsatz uns voll in Anspruch nimmt. Es war uns immer klar, dass es nur eine Übergangszeit ist. Von einer Rücknahme dieses Auftrags habe ich auch nach dem Wechsel zum neuen Provinzial P. Alfons Jestl nichts erfahren. Selbst die Entscheidung, dass zur Osterzeit keine Patres mehr kommen werden, wurde uns von keiner Seite mitgeteilt.
Ich finde es sehr schade, dass eine so schnelle und harte Umstellung vollzogen worden ist und verstehe nicht - wie ich später erfahren habe -, dass der Vorschlag vom Kloster-Verein abgewiesen wurde: diesmal an Ostern die Patres nochmals kommen zu lassen, weil ja auch schon die Planungen beim Chor und auch bei uns angelaufen sind. Danach sollte von der Seite der Redemptoristen erklärt werden, dass wir ab jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen. Das wäre ein ganz anderer Übergang und Abschluss geworden!
Mir ist es noch ein Anliegen, drauf hinzuweisen: Anonyme Schriften - also ohne persönliche Unterschrift - helfen nicht weiter, sondern bringen noch mehr Durcheinander in eine schwierige Situation hinein. Solche sind nicht mehr wert, als sie möglichst schnell dem Reißwolf oder dem Feuer zu übergeben.
Ich hoffe, dass bald ein Weg zueinander gefunden wird.
Pater Josef Stöckl
München