Muckenreuth — Die Feuerwehr Muckenreuth hatte im vergangenen Jahr gut zu tun, wie Kommandant Thorsten Schirmer bei der Hauptversammlung erläuterte. Allein am 27. Juli musste die Wehr fünf Mal ausrücken wegen Hochwasser und Sturmschäden, "da haben wir gezeigt, wie belastbar wir sind". Die regelmäßigen Übungen hätten sich gelohnt. Manchmal würde sich Schirmer aber mehr Resonanz wünschen, es gebe immer wieder etwas Neues zu lernen.
26 Aktive, darunter neun Frauen, stünden zur Verfügung. Besondere Freude bereiten ihm die "Rottelbacher Feuersalamander", die sich unter der Führung von Christine Kilian und Annette Fial regelmäßig treffen. "Aus dieser Kooperation mit dem Muckenreuther Gartenbauverein hoffen wir mal tüchtigen Nachwuchs zu bekommen". Beide Leiterinnen stellten den Mitgliedern die Aktionen der Gruppe vor, zu der 30 Kinder gehören.
Vorsitzender Henry Fischer kündigte an, dass in diesem Jahr die Außenarbeiten am Anbau des Feuerwehrhauses fortgesetzt werden. "Wir haben in der Vergangenheit mit dem Neubau schon viele freiwillige Arbeitsstunden geopfert, ich bitte Euch um weitere Unterstützung", wandte er sich an Aktive und Mitglieder.
Vereinsintern wurden Simone Scholz für 20 Jahre und Harald Nützel für 30 Jahre aktiven Dienst geehrt. Eine staatliche Auszeichnung bekamen Ulrike Birkner und Uwe Götz, die beide seit 40 Jahren Feuerwehrdienst tun. Als Landrat Klaus Peter Söllner beiden das Ehrenzeichen in Gold überreichte, stellte er Ulrike Birkner extra in den Blickpunkt, "weil zu der Zeit, als Sie eintraten, das für eine Dame noch Seltenheitswert hatte". Mit dem höchsten Leistungsabzeichen Gold-Rot habe sie zudem bewiesen, wie stark sie sich in den Dienst eingebracht hat. Stefan Büttner erhielt das staatliche Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre als Aktiver.
Die gute Moral der Aktiven hob Kreisbrandinspektor Siegfried Zillig hervor, bat erneut eindringlich um Rauchmelder in den Häusern. Erst kürzlich sei bei einem Schwelbrand ein Toter zu beklagen gewesen, mit Rauchmelder wäre das weniger schrecklich ausgegangen.
Als kleines Dorf mit großem Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung bezeichnete zweite Bürgermeisterin Michaela Schirmer die Muckenreuther. Die Wehr sei hilfsbereit und man könne sich bei allen gemeindlichen Veranstaltungen auf sie verlassen.
Keine Probleme bereitete die Bestimmung der Vertrauensleute. Für dieses Amt stellten sich Matthias Fischer, Sigrid Nützel und Harald Nützel zur Verfügung. Horst Wunner