Ebersdorf bei Coburg — "Ein Leben für den SC Sylvia Ebersdorf", so wird das außergewöhnliche Engagement von Heinz Berger beschrieben, der nun für sein Lebenswerk eine besondere Ehrung durch die Schwarz-Weißen erhielt. Immerhin ist sein Name seit sechs Jahrzehnten eng mit dem Verein verbunden. "Nachdem Heinz Berger schon zahlreiche hohe Ehrungen erhalten hat, haben wir ihm nun eine Wand in unserem neu renovierten und modern gestalteten Sportheim gewidmet", führte Vorsitzender Hans-Günther Siller aus, als bei der Hauptversammlung der Altherrenabteilung diese feierlich enthüllt wurde.
In einer Nische erinnert eine Bildercollage an die prägenden Ereignisse des verdienten Sylvianers. Die markanten Daten komplettieren die Wand. Heinz Berger schnürte ab 1952 seine Fußballschuhe für den Verein und kickte in den Schüler- und Jugendmannschaften. Zwischen Oktober 1959 bis März 1960 hatte er aufgrund eines Wohnortwechsels ein Doppelspielrecht für Dettelbach und Ebersdorf. Von 1960 bis 1972 war Heinz Berger dann eine feste Größe der ersten Mannschaft des SC Sylvia Ebersdorf. "Seine größten Erfolge waren in dieser Zeit der Aufstieg in die Landesliga im Jahr 1963, der oberfränkische Pokalsieg 1971 und 1972 und das Abschiedsspiel zur Stadioneröffnung gegen Eintracht Frankfurt", erinnerte Vorsitzender Gerd Friedrich.
1972 übernahm Heinz Berger den Posten des Vorsitzenden und hatte diesen 40 Jahre inne. In dieser langen Zeitspanne prägte er als Mann an der Spitze die Sylvia und ist auch heute noch ein wichtiger und äußerst geschätzter Ratgeber. Seit 2011 wirkt er im Ehrenrat. Gerd Friedrich betonte, dass Heinz Berger ein Glücksgriff für den Verein gewesen sei. Für den herausragenden Funktionär habe nicht der schnelle sportliche Erfolg um jeden Preis an erster Stelle gestanden. Vielmehr hätten unter seiner Führung viele große Projekte umgesetzt werden können. Dabei habe er sich stets als umsichtiger und kritischer Vorsitzender erwiesen, der obendrein auch noch wirtschaften könne. Bei allen Vorhaben habe er stets die Finanzen und das Machbare im Blick behalten.
Auch als Aktiver habe Heinz Berger Verantwortung als Spielführer übernommen und zeitweise sogar als Aushilfstrainer fungiert. ake