Pretzfeld — Beim Jahresabschluss der Umweltstiftung "Sieglinde Schöffl" dankte der Stiftungsvorsitzende Heinrich Kattenbeck besonders der Pretzfelder Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen), dem Geschäftsführer Hans Thiem, dem Schriftführer Norbert Weber sowie den Beisitzern Eva-Maria Kraus und Klaus Gerlach für ihre aktive Unterstützung im Jahre 2014.
"Trotz immer geringer werdender Zinserträge konnte die Umweltstiftung 2014 insgesamt acht Projekte im Gesamtwert von 2700 Euro fördern", freute sich Geschäftsführer Hans Thiem.
Die Palette geförderter Projekte ist laut einer Pressemitteilung vielfältig: Unterstützt wurden beispielsweise der Landesbund für Vogelschutz und die Forchheimer Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Den Kinderferienprogrammen in Pretzfeld und Kirchehrenbach sowie der Schatzkiste Walberla hat die Stiftung des Weiteren unter die Arme gegriffen.

Kostbarkeit vor der Haustür

"Ziel des Schulprojekts ist es, dass jeder Schüler in Laufe seiner Schulzeit ein Mal das Naturschutzgebiet Walberla als Schatzkiste und einzigartige Kostbarkeit unserer Heimat, kennenlernt", schreibt der Verein in seiner Pressemitteilung. Seit Gründung der Umweltstiftung im Jahr 1998 konnte sie insgesamt mit über 60 000 Euro Projekte unterstützen. "Nach der Stiftungssatzung können nur Projekte in Stadt und Landkreis Forchheim bezuschusst werden", erläutert Kattenbeck.
Mit einer Werbeaktion wollen die Vorstände mit einem illustrierten Werbeflyer Zustifter gewinnen. Ihre Aktion hat die Stiftung unter das folgende Motto gestellt: "Machen Sie sich und der Natur ein Geschenk, werden Sie Zustifter. Die Natur als Erbin führt Ihr Vermächtnis auf ewig weiter."
Die Umweltstiftung "Sieglinde Schöffl" verfügt derzeit über ein Grundstockvermögen in Höhe von 221 570 Euro. "Das Problem ist, nur die Zinsen aus dem Grundstückvermögen können für Förderanträge verwendet werden", erläuterte Thiem in diesem Zusammenhang. Das Grundstockvermögen selbst ist laut Regierung Oberfranken in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Verwaltet wird das Vermögen der Stiftung, die selbstlos tätig ist, ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern der Forchheimer Kreisgruppe des Bunds Naturschutz. Ins Leben gerufen wurde die Stiftung im Juli 1998. "Sieglinde Schöffl hat der Natur Zukunft geschenkt", danken die Vorstände der Gründerin. Sieglinde Schöffel war schon zu Lebzeiten eine großherzige Tierliebhaberin und Mäzenin, die dem Bund Naturschutz zu einer Umweltstiftung verholfen hat.

Steuerlicher Abzug

Noch zu Lebzeiten errichtete Schöffl diese Stiftung. Im November 1999 starb sie im Alter von 91 Jahren. Am 7. Dezember 1998 wurde die Stiftung durch die Genehmigungsurkunde der Regierung von Oberfranken rechtsfähig. Seit 2003 wirkt die Umweltstiftung "Sieglinde Schöffl" im Landkreis Forchheim. Sie ist auch als gemeinnützig anerkannt. Jede Spende ist steuerabzugsberechtigt. red