Forchheim — Der Kinderschutzbund (DKSB), der in Burk und Buckenhofen die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung anbietet, will dort auch eine Ferienbetreuung für Schulkinder einrichten.
Die Rektorin ist auf den Träger zugegangen, die Eltern hätten ein reges Interesse daran. 42 Interessenten soll es geben. Um ein pädagogisches Konzept dafür zu erarbeiten, möchte der DKSB einen Lehramtanwärter dafür einsspannen. Dessen Entgelt soll als eine Art Anschubfinanzierung die Stadt übernehmen. Um 1500 Euro geht es. Von der Summe her ist das kein Problem, war sich der Haupt- und Personalausschuss des Stadtrats einig, wurde doch auch dem kommerziellen Anbieter "Das Schulhaus im vergangenen Jahr ein Zuschuss von 1200 Euro für seine Ferienbetreuung an der Martinsschule gewährt. Beide Angebote kosten übrigens gleich viel: 70 Euro die Woche.


Zahlreiche Redewünsche

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) kam fast nicht nach die Redewünsche zu notieren, so viel glaubten die Ausschussmitglieder sagen zu müssen.
Nach einigem politischem Schlagabtausch kristallisierte sich der Knackpunkt heraus: Eine Ferienbetreuung gibt es nur für die ersten drei Wochen. Ob für die weiteren Bedarf besteht, ist nicht bekannt. Und ungeklärt ist auch, ob das Angebot an der Martinsschule wegen der Entfernung zum Wohnort von manchen Eltern nicht genutzt wird oder, weil die doch noch kleinen Grundschüler nicht an einem ihnen fremden Ort untergebracht werden sollen.
Nach der langen Debatte formulierte deshalb der neue OB den Beschlussvorschlag um: Das Thema wird nur vorberaten für den Stadtrat. Der Kinderschutzbund und "Das Schulhaus" sollen bis dorthin in Kooperation ausarbeiten, wie die ganzen Ferien über eine Betreuung angeboten werden soll. Die Verwaltung wird den Bedarf an den einzelnen Schulen abfragen.