Mit einem sportlichen Event in Form eines Vorbereitungsspieles zwischen dem Fußball-Landesligisten FC Coburg und dem Regionalligisten SpVgg Greuther Fürth II, das 0:6 endete und der Übergabe der Partnerschaftsplakette der Kleeblätter an die Vestestädter wurde am Mittwochabend im Dr.-Stocke-Stadion eine Kooperation zwischen beiden Vereinen besiegelt.
Die Fürther lösen, wie bereits gemeldet, den 1. FC Nürnberg ab, dessen Kontrakt mit dem FCC auslief und werden im Nachwuchsbereich auf unbestimmte Zeit mit dem Coburger Nachwuchsleistungszentrum eng zusammenarbeiten.


Luft: "Ein volksnaher Verein"

"Wir wollen im Miteinander der Juniorenabteilungen beider Klubs zu neuen Zielen durchstarten und möglichst viele Spieler zum Unterbau des Zweitbundesligisten bringen. Das ist die beste Werbung für uns, betonte Coburgs NLZ-Leiter Markus Fischer. "Greuther Fürth ist ein volksnaher Verein, der trotz seiner Erfolge im Profibereicht nicht abgehoben hat. Er passt vom Profil gut zu uns und ich hoffe, wir können von dem Miteinander wie zum Beispiel gemeinsamen Turnieren profitieren", meinte FCC-Vorsitzender Walter Luft.
Fürths NLZ-Leiter Mirko Reichel, der in der 2. Bundesliga rund zehn Jahre zu den Leistungsträgern der SpVgg gehörte, hat derzeit fünf ehemalige Akteure der Coburger Talentschmiede unter einen Fittichen. "Ich bin überzeugt, dass weitere folgen werden und sich in kürzester Zeit bei uns integrieren", so Reichel.
Einer der diesen Sprung bereits vor eineinhalb Jahren geschafft hat, ist der 14-jährige Marvin Weiß aus Sonnefeld. Zuvor gehörte er in den jüngeren Altersklassen stets zu den Leistungsträgern der Coburger. Viermal pro Woche wird er vornehmlich sein seinem Vater Uwe zum Training und am Wochenende zu den Punktspielen an den Ronhof gefahren.
"Ich habe mich balltechnisch in Sachen Torinstinkt schon gut verbessert. Ich will in einigen Jahren den Sprung in die erste Mannschaft der SpVgg schaffen", lautet seine ehrgeizige Zielsetzung.
Seit dem gestrigen Donnerstag befindet sich der Schüler der Realschule Neustadt bis zum kommenden Dienstag mit der Bayernauswahl seines Jahrgangs im thüringischen Bad Blankenburg zum diesjährigen Sichtungsturnier aller 16 Bundesländer. "Es wäre toll, wenn Bayern Platz eins belegen würde", bekennt Marvin.


Noch viel Arbeit für Coach Christl

FC Coburg - SpVgg Greuther Fürth II 0:6 (0:5): Mit fünf A-Junioren in der Anfangsformation begannen die Gastgeber nervös und leisteten sich zahlreiche individuelle Fehler. Diese wurden vom gegnerischen Regionalligisten, der mehrere Profis aufbot, gnadenlos bestraft. Bis zum Seitenwechsel fielen fünf Tore.
Die beste Chance des FCC bis zu diesem Zeitpunkt vergab Youngster Niklas Ehrlich, der nach Eingabe von Fabian Carl sein Ziel aus kurzer Distanz knapp verfehlte.
In der zweiten Halbzeit agierten die Schützlinge von Coach Matthias Christl selbstsicherer und begegneten den Kleeblättern auf Augenhöhe. Daniel Sam und Calle Schiebel verpassten freistehend eine Resultatsverbesserung. Für die Gäste trafen Hakki Yildiz und Peter Jost je dreimal.