von unserem Redaktionsmitglied 
Bernhard Panzer

Herzogenaurach — Mit einer neuen Errungenschaft überraschte der Leiter der Städtischen Volkshochschule (VHS), Oliver Kundler, am Donnerstag die Mitglieder des Kulturausschusses - die neue VHS-Karte. Damit können die Bürger in einem Semester für 29 Euro aus über 40 Veranstaltungen auswählen. Das erspart die Anmeldung und erlaubt spontane Entscheidungen. Die Ausschussmitglieder nahmen das sehr positiv auf.
Wie Kundler erläuterte, gilt dieses Angebot für Vorträge, Exkursionen und Kurzseminare, die mit dem Zusatz "VHS-Karte" gekennzeichnet sind. Daraus könne man nach Belieben auswählen. Da bei Kurzseminaren, in denen Gymnastikräume genutzt werden, jedoch nur eine begrenzte Raumkapazität zur Verfügung steht, bittet Kundler dennoch um eine formlose Anmeldung. Das geht auch per E-Mail oder telefonisch.
Der VHS-Leiter erwähnte auch, dass sein Münchner Kollege nach einer Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Semestern große Erfolge verzeichne, denn "dann hat's gebrummt." Übertragbar sei die Karte allerdings nicht, sie müsse vom Käufer genutzt werden. Da hoffe man nun auf die Ehrlichkeit der Bürger. Das Prinzip funktioniere nicht, wenn die Karte quer durch die ganze Verwandtschaft gereicht werde. Deshalb werde auf der Rückseite der Karte auch der Name vermerkt. Im Übrigen sei das neue Angebot auch wunderbar als Geschenk nutzbar, sagte er weiter. Das neue Semester beginnt am 29. September, am 4. September ist Einschreibung. In die Sommerpause geht die VHS mit Beginn der Ferien.
In der Diskussion wurde die Karte sehr positiv aufgenommen. Elke Bauer (SPD) hielt das für eine "ganz großartige Idee." Vor allem Kurzentschlossene könnten davon profitieren. Und weil das so sei, ergänzte Retta Müller-Schimmel von den Grünen, und man sich nicht anmelden müsse, würden auch sicher neue Interessenten angelockt.