Im Jahre 2015 konnte die Abtei Morimond, beziehungsweise die noch vorhandenen Reste, auf eine bewegte Geschichte von 900 Jahren zurückblicken. Das ehemalige Zisterzienserkloster ist die vierte Gründung von Citeaux und wurde zum Mutterkloster von über 200 Abteien, darunter auch die Abtei Ebrach. Das Jubiläum von Morimond nimmt der Forschungskreis Ebrach zum Anlasss, die Geschichte dieser Abtei seinen Mitgliedern und den interessierten Besuchern Ebrachs mit einer Sonderausstellung aufzuzeigen.
Seit 1990 bemühen sich ein französischer und ein deutscher Zweig der Freunde der Abtei Morimond um eine bauliche Sanierung und vor allem um eine Wiederbelebung des bedeutenden geistigen Erbes von Morimond.
In Ebrach selbst erinnert ein Glockenspiel, welches die Abtei Morimond der Abtei Ebrach schenkte, für das einzige sichtbare Zeichen. Weiter erinnern zwei Gräber in der Klosterkirche an die Verbindung zu Morimond. Abt Hugo und Abt Nikolaus vom Kloster Morimond haben in der Nähe des Grabes von Abt Adam ihre letzte Ruhe gefunden.
In der Sonderausstellung wird die Abtei Morimond mit Bildern und Texten gezeigt, sowie das oben erwähnte Glockenspiel ausgestellt. Zu sehen ist auch die Abtei Ebrach und seine Ausbreitung über seine Töchter- und Enkelklöster.
Wegen der anstehenden Sanierung der Ausstellungsräume im ehemaligen Abteigebäude konnte Dank des Entgegenkommens von Dekan Albert Müller die Sonderausstellung einen würdigen und geschichtsbezogenen Standort in der Michaelskapelle erhalten. Die Ausstellung ist bis Ende Juni zu den üblichen Öffnungszeiten in der ehemaligen Klosterkirche zu besichtigen. vf