von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Dorsch

Höchstadt — Mit den 10,3 Millionen Euro, die für die neue Höchstadter Kläranlage ausgegeben werden, habe man eine Punktlandung hingelegt, ließ Bürgermeister Gerald Brehm (JL) die vielen Besucher der Bürgerversammlung wissen. Während drei Millionen aus Rücklagen und den Beiträgen der an die Anlage angeschlossenen Nachbargemeinden kommen, müssen 7,3 Millionen Euro von den Höchstadtern selbst aufgebracht werden.
Was da auf die Bürger zukommt, bezeichnete Brehm als "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk". Durch die niedrigen Zinsen und die gute Vermögenslage der Stadt könne die Belastung der Bürger in Grenzen gehalten werden.
Im Rathaus wurden schon Modelle durchgerechnet, wie die 7,3 Millionen eingetrieben werden könnten. Die Tendenz der Stadt gehe dahin, alles über höhere Abwassergebühren zu finanzieren. Für den Kubikmeter Abwasser wären dann statt 1,84 Euro 2,10 Euro fällig. Das würde alle Verbraucher treffen. Für eine Familie mit einem jährlichen Abwasser von 130 Kubikmetern wäre das eine Mehrbelastung von 33,80 Euro.
Eine Alternative zur Finanzierung über die Gebühren wären einmalige Verbesserungsbeiträge, die die Grundstückseigentümer zahlen müssten. Für ein Haus in einem Neubaugebiet auf einem 550-Quadratmeter-Grundstück wären so knapp 1000 Euro fällig. Möglich wäre aber auch eine gesplittete Finanzierung, bei der ein Teil über Beiträge und der Rest über Gebühren aufgebracht werden müsste. Der Stadtrat werde darüber entscheiden, erklärte der Bürgermeister.