von unserem Mitarbeiter Harald Weißbrodt

Mitwitz — Im Spitzenspiel der Bezirksliga West zwischen Gastgeber FC Mitwitz (2.) und Tabellenführer FC Coburg gab es keinen Sieger. Das abwechslungsreiche 1:1 hatte allerdings auch einen negativen Höhepunkt, denn bei einem Zusammenprall mit den Köpfen mussten der Mitwitzer Johan Wrzyciel und der Coburger Christian Beetz ins Krankenhaus gebracht werden.
Vom Anpfiff an entwickelte sich auf tiefem Boden eine intensiv geführte und schnelle Partie. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive, und es gab intensive Zweikämpfe, sodass der Unparteiische kein leichtes Amt hatte.
Die erste Torchance hatte Gästespieler Sam, der nach einem Doppelpass mit Reich knapp das Tor verfehlte. Die Heimelf setzte den Favoriten durch Pressing schon in der gegnerischen Hälfte unter Druck, was den Coburgern nicht schmeckte und sie zu ungewohnten Fehlpässen verleitete.
Davon profitierte Stefan Böhmer nach einer halben Stunde, als er nach einem abgefangenen Ball in der Coburger Vorwärtsbewegung steil geschickt wurde und Torwart Knoch mit einem sehenswerten Heber zum 1:0 überlupfte - ein Klasse-Tor.
Wenig später gab es fast eine Kopie: Diesmal wurde Angermüller steil geschickt, kam vor Knoch an den Ball, doch ging der um Zentimeter daneben. Die Gäste hatten kurz vor der Pause eine gute Chance zum 1:1, doch köpfte Reich eine Flanke von Sener aus fünf Metern vorbei.
Nach der Pause hatte Böhmer die Chance zum 2:0, als er allein vor Knoch auftauchte, dieser aber mit einer Blitzreaktion glänzend parierte. Dies sollte sich kurz drauf rächen: Eric Heinze erhielt 20 Meter vor dem Tor den Ball und setzte ihn mit einem gefühlvollen Schlenzer genau neben dem Pfosten ins Gehäuse (54.). Allerdings ging dem Treffer nach Meinung der Gastgeber ein nicht geahndetes Handspiel voraus.
Das Spiel wurde nach dem schlimmen Zusammenprall (dazu auch unser Extrabericht links) immer hektischer, und Jo Müller auf Mitwitzer Seite sowie der Coburger Sertan Sener wurden mit "Gelb-Rot" vorzeitig zum Duschen geschickt.
Beide Mannschaften lauerten nun auf den so genannten "Lucky Punch", der den Coburgern in der Nachspielzeit fast gelungen wäre, doch konnte ein Mitwitzer Abwehrspieler für seinen schon geschlagenen Torhüter auf der Linie klären.