Seit dem 1. August 2008 gibt es in Michelau einen gemeinsamen und vor allem auch öffentlichen Treffpunkt für Jung und Alt. Doch warum sollte man diese Einrichtung besuchen? Um diese und weitere Fragen zu klären, haben wir Frank Gerstner, den Leiter des Mehrgenerationenhauses (MGH), in Michelau besucht.
Laut Frank Gerstner gibt es viele Gründe, warum man die Einrichtung besuchen sollte. Der erste Grund - und damit auch der erste Grundpfeiler des MGH-Programms - sei die Tatsache, dass das Mehrgenerationenhaus ein "offener Treff" für jeden ist. Das bedeute, es sei egal, ob sie Mitglied des BRK (Bayerisches Rotes Kreuz) sind oder nicht. Ebenso unwichtig sei ihr Alter. Sogar wenn sie im Rollstuhl sitzen, könnten sie das MGH besuchen, denn durch den Anbau im Jahr 2009 sei die öffentliche Einrichtung komplett behindertengerecht.
Ein weiterer Grundpfeiler des vom Bund geförderten Aktionsprogramms sei die S e ni o ren betreuung. Frank Gerstner sagt, es sei ihm wichtig, den Senioren ein breites Spektrum an Kursen anzubieten. Es gebe beispielsweise einen sehr gut besuchten Computerkurs, den die Senioren durch einen geringen finanziellen Beitrag pro Sitzung in Anspruch nehmen können.
Die dritte Säule sei die Kinderbetreuung. Das Mehrgenerationenhaus habe ein großes Angebot vorzuweisen. Neben einer Kindertagespflege, einer Ersatzbetreuung und einer Wochenendbetreuung biete das MGH auch eine Babysitter-Vermittlung an. Die letzte Säule des Aktionsprogramms sei die Integration von Flüchtlingen. Hier ist Gerstner besonders auf die zahlreichen Sprach- und Integrationskurse stolz. Seinen Angaben zufolge sind diese so effektiv, dass sich Asylbewerber schon komplett in den Alltag und das öffentliche Miteinander im MGH integrieren konnten.