von unserem Redaktionsmitglied 
klaus schmitt

Königsberg — Die Stadt Königsberg hat die Chance, dauerhaft von ihrem jährlichen Defizit, das ihr aus ihrem Hallenbad erwächst, wegzukommen. Geplant ist ein neues Konzept. Die Gespräche dazu laufen noch.
Königsberg steht finanziell nicht gut da. Die Stadt hat Engpässe. Derzeit setzt sie ein Konsolidierungskonzept um, damit aus den roten wieder schwarze Zahlen werden. Dabei wird viel auf den Prüfstand gestellt, zum Beispiel das Hallenbad, das der Stadt jährlich ein Defizit in einem hohen fünfstelligen Bereich beschert.

Neuer Betreiber?

Die Überlegung ist nun, dass eine Betreibergesellschaft das Bad führt. Es bleibt aber in städtischem Besitz. Diese Betreibergesellschaft mit dem Königsberger Unternehmer Otto Kirchner (Fränkische Rohrwerke) an der Spitze "ist im Werden", erklärte Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) zum aktuellen Stand. Derzeit laufen nach seinen Angaben die entscheidenden Gespräche.
Zum Konzept gehört, dass das Hallenbad saniert und verschönert wird. Wichtig ist der Stadt Königsberg laut Bittenbrünn: "Wir wollen, dass das Hallenbad bestehen bleibt." Es sei wichtig für die benachbarte Schule, die Kindergärten, die Vereine und natürlich für die Bürger.
Mit Otto Kirchner hat er, wie der Königsberger Bürgermeister versichert, den richtigen Verhandlungspartner, der sich ebenso wie die Stadt um eine Lösung bemüht.

Königsberger wollen das Bad

In den vergangenen Jahren, als die Schulden der Stadt immer wieder diskutiert wurden, ist häufiger die Forderung laut geworden, die Stadt solle das eigene Hallenbad schließen. Dagegen erhob sich sofort Protest.
Selbst wenn die Stadt eine Schließung wollte - sie lässt sich gegen den Willen vieler Bürger wohl nicht durchsetzen. Die Königsberger wollen ihr Hallenbad, das einst in besserer finanzieller Zeit gebaut wurde.