Scheßlitz — 94 Prozent der Bevölkerung halten das Blutspenden für wichtig, 60 Prozent würden auch Blut spenden gehen, aber nur 3,5 Prozent spenden tatsächlich die lebensnotwendige Flüssigkeit. An diese Zahlen wurde bei der Blutspenderehrung in Scheßlitz erinnert.
Für die 1791 Spenden an 13 Tagen in Scheßlitz, Königsfeld und Litzendorf bedankte sich der Kreisverband Bamberg des Bayerischen Roten Kreuzes im BRK-Heim in Scheßlitz. Eine besondere Würdigung erfuhren die Spender für 50-, 75-, 100-, 125- und 150-maliges Spenden.
In den Gruß- und Dankesworten des ehemaligen Bereitschaftsführers Manfred Weber, der Vorsitzenden des Kreisverbandes Evalies Meier und des 2. Bürgermeisters Holger Dremel kam die außerordentliche Bedeutung des Blutspendens zum Ausdruck. Leise, fast unbemerkt, leisten hier Frauen und Männer einen unverzichtbaren Dienst am Nächsten. Dafür gebührt sowohl den Spendern als auch den ehrenamtlichen Helfern des BRK großes Lob und hohe Anerkennung.
Auch das perfekteste medizinische Versorgungssystem ist bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten ohne Blut nicht funktionsfähig. 2014 ergaben die Spenden in Scheßlitz, Königsfeld und Litzendorf 895,5 Liter Blut, oftmals unverzichtbar für Patienten mit Krebs-, Herz-, Magen-Darm-, Leber-Nieren-, Knochen-, Gelenk- und Bluterkrankungen, bei Geburtskomplikationen und Unfällen.
Der Abstand zwischen zwei Spenden beträgt zur Zeit 56 Tage. 1953, in den Anfängen des Blutspendens in Bayern, genügten 21 Tage Abstand bei einer Blutmenge von jeweils 0,75 l; heute werden 0,5 l abgezapft.

Junge Erstspender gesucht

"Die Bevölkerung wird zunehmend älter", so Manfred Weber, "Blut kann aber nur bis zum 68. Lebensjahr gespendet werden." Deshalb sprach er die Bitte aus, dass sich junge Leute als Erstspender zur Verfügung stellen mögen.
Die Ehrung für langjährige Spender mit Ehrennadel und Urkunde nahmen die Kreisvorsitzende Evalies Meier und Geschäftsführer Klaus Otto vor, assistiert von Zweitem Bürgermeister Holger Dremel und Bereitschaftsarzt Dr. Bernd Dietz.
Geehrt wurden für 50-malige Spende: Bernd Bauer, Marianne Dumrauf, Marion Düthorn, Willibald Hollfelder, Heinrich Hübner, Friedrich Kregler, Anita Loch, Silvia Löhr, Manuel Ries, Helmut Röder, Thomas Schrauder, Gabriele Tragenkranz, Heinrich Tuttor, Marga Uzelino, Irmgard Zenk und Laurentius Zenk.
Auszeichnungen für 75-maliges Spenden erhielten: Johannes Baumgärtner, Gabriele Baumgärtner, Stefan Bernard, Irmgard Dertinger, Roland Georg Dusold, Alois Düthorn, Josef Freudensprung, Heike Goppert, Peter Haas, Erika Hartwig, Christine Haselmann, Michael Hollfelder, Rudolf Kohles, Wilfried Link, Irene Poth, Sabine Schrüfer und Monika Tuttor.
Für 100-malige Spende wurden geehrt: Bernhard Bayer, Michael Behr, Wilhelm Kurt Eberlein, Johann Förth, Wilhelm Götz, Albert Groh, Georg Ott, Manfred Rothlauf, Siegfried Zeck, Dieter Zenk und Alois Zenk-Beha.
125 Mal gaben ihr Blut Helmut Götz, Roland Krapp und Heinz Nachtmann.
Zum 150. Mal hatte Michael Kummer sein Blut gespendet. Georg Stöhr