von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Kloster Banz — Bisher lag der Banzberg im Dunkeln. Das wird nun anders. Das Kirchenschiff wird künftig angestrahlt, so dass es nachts vom Maintal aus nicht nur als Silhouette am Abendhimmel zu sehen sein wird, sondern als leuchtende Sonnenbarke in der Nacht.
Wer in dieser Woche abends durchs Maintal fuhr, erblickte bereits mehrmals das probeweise angestrahlte Klostergebäude. Dieses ganz besondere Leuchtturmprojekt wurde seit mehreren Jahren vorangetrieben. Nun ist die Finanzierung gesichert. Rund 70 000 Euro kostet die Beleuchtungsanlage. Die Oberfrankenstiftung zahlt einen Großteil, die Hanns-Seidel-Stiftung beteiligt sich mit einem Zehntel.


Strahlender Abschluss

Für Michael Möslein, den Verwaltungsleiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz, geht damit "ein lang gehegter Wunsch" in Erfüllung, und eine scheinbar unendliche Geschichte kommt zum Abschluss. Angestrahlt wird auf Dauer freilich nur die Klosterkirche, denn es ist den Übernachtungsgästen in Kloster Banz nicht zuzumuten, den gesamten Gebäudekomplex die Nacht hindurch zu beleuchten.
Das angestrahlte Kloster Banz ist ein Gewinn für die Tourismusregion am Obermain. Neben Vierzehnheiligen, das bereits seit etlichen Jahren angestrahlt wird, und der illuminierten Brücke über die Autobahn bei Kösten sowie etlichen weiteren beleuchteten Sehenswürdigkeiten im Maintal (etwa dem Staffelsteiner Stadtturm und dem Döringstadter Kirchturm) ist diese Lichtinstallation geeignet, Durchreisende auf die Schönheiten der Region aufmerksam zu machen.


Dreigestirn leuchtet

Hinzu kommt die einmalige Beleuchtung des Staffelbergs anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit. Bad Staffelsteins Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) hatte das Technische Hilfswerk (THW) gebeten, die imposante Felsenkrone am 3. Oktober anzustrahlen. Das THW wird im Rahmen einer Übung einen Lichtmast mit 2000-Watt-Lampen aufstellen. Bei eintretender Dunkelheit wird somit das gesamte "Dreigestirn am Obermain" beleuchtet.