Dörfles-Esbach — Vor 50 Jahren wurde die Damengymnastik-Abteilung beim TSV Dörfles-Esbach gegründet. Aus diesem Anlass wurde im Sportheim gefeiert. Beim Eintreffen bekam jede der zahlreich anwesenden Damen zur Begrüßung vom Vorsitzenden Dietmar Paul ein Gläschen Sekt und eine rote Rose überreicht.

Funktionierende Gemeinschaft

"50 Jahre Damengymnastik ist ein in dreifacher Hinsicht bemerkenswertes Ereignis", sagte Paul in seiner Eröffnungsrede. Denn nicht nur das Jubiläum selbst sei bemerkenswert, sondern auch der Umstand, dass dies die einzige Abteilung im TSV sei, die nur aus Frauen besteht und diese sich auf drei Generationen verteilen. Auch dass die meisten der Gründungsmitglieder nach wie vor der Abteilung und dem Verein treu geblieben und davon viele auch anwesend seien, sei ein Zeichen für eine hervorragend funktionierende Gemeinschaft, ebenso wie die Tatsache, dass die Damen in diesen 50 Jahren nur fünf verschiedene Abteilungsleiterinnen hatten.

Zehn Prozent der Mitglieder

Von den Gründungsmitgliedern waren Waltraud Bätz, Bärbel Forkel, Martha Hansel, Anita Kreis, Hilde Reißmann und Herta Schödel anwesend. An der Feier nicht anwesend sein konnten Else Dehler, Hannelore Heinel, Anita Kollatschny, Christa Lichy und Edeltraud Lotter. Für den Verein mit seinen circa 570 Mitgliedern sei die Abteilung Damengymnastik ein ganz wichtiger Bestandteil, denn ihre Mitglieder machten rund zehn Prozent der Gesamtmitgliederzahl aus, rechnete Paul vor.
Er hoffe, dass die Abteilung auch in Zukunft sehr lebendig bleibe. "Denn die vierte Generation ist mit dem Kinderturnen bereits in den Startlöchern", fügte er hinzu. Er dankte allen Mitgliedern und allen, die Verantwortung in der Abteilung übernommen haben oder übernehmen.

Kurioser Start

Die Spartenleiterin im Gründungsjahr, Hilde Reißmann, die dem TSV bereits seit 1936, also seit nunmehr 79 Jahren angehört, ging in ihrer kurzen Ansprache vor allem auf die Anfänge ein. Erst mit dem Bau der Emil-Fischer-Schule sei es möglich geworden, eine solche Abteilung zu gründen; denn vorher habe es keine geeigneten Räumlichkeiten gegeben, in denen man Gymnastik hätte abhalten können.

Fahrdienst erforderlich

So machten die Damen anfangs in extra dafür leer geräumten Klassenzimmern Gymnastik. Wie Reißmann erzählte, wurden die Übungsstunden von Schülerinnen der Medauschule geleitet, die, da sie nicht mobil waren, immer abgeholt und auch wieder nach Hause gefahren werden mussten. Diese Aufgabe wurde mehr oder weniger gerne von den Ehemänner der Gymnastikdamen wahrgenommen.

Ab 1970 passende Räume

Erst mit der Einweihung der Schulturnhalle im Jahr 1970, an der die Gymnastikdamen mit einer Vorführung aktiv beteiligt waren, konnten richtige Gymnastikräume zum Üben genutzt werden. Hilde Reißmann bedankte sich für die immer gute Unterstützung durch den Verein und vor allem beim Vorsitzenden Dietmar Paul.
Dann stellten sich alle noch für ein Gruppenfoto auf, bevor der Abend mit Essen und dem einen oder anderen Gläschen Sekt oder Wein ausklang. red