Zeil — Wer schon einmal am Zeiler Waldmarathon teilgenommen oder zugesehen hat, kann sich vielleicht denken, wie viele fleißige Hände für eine solche Veranstaltung nötig sind. Da braucht es nicht nur die Leute an den Verpflegungsstationen, der Kuchentheke und der Startnummernausgabe, sondern auch viele unsichtbaren Helfer im Hintergrund, die dafür sorgen, dass alles läuft.
Zwei dieser Helfer sind schon am Tag vor dem Marathon im Einsatz, denn sie sorgen dafür, dass die Läufer auf dem rechten Weg bleiben. Andi Ruff und Heiner Weisel sind seit dem ersten Waldmarathon dabei. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich kein Läufer im Wald verirrt.
Mit dem Auto fahren sie die Marathonstrecke ab, den Blick immer auf den Tacho gerichtet, um bei der richtigen Kilometerzahl das entsprechende Schild aufzustellen. Bei Wegkreuzungen werden Pfeile gestreut, die den richtigen Weg weisen. Absperrbänder sichern gefährliche Böschungen, und natürlich dürfen die obligatorischen Schilder mit aufmunternden Sprüchen ("Keine Gnade für die Wade") nicht fehlen. Fast fünf Stunden sind Andi Ruff und Heiner Weisel unterwegs und setzen gewissenhaft Zeichen.
Passiert auch mal etwas Lustiges im Wald? Allerdings, denn einmal wurden die beiden auf ihrer Tour als Schafdiebe beschuldigt. Der Irrtum wurde glücklicherweise schnell aufgeklärt. Heiner Weisel, mittlerweile 80 Jahre alt und selbst passionierter Wald-Walker, kann sowieso so leicht nichts aus der Bahn werfen. Außer vielleicht eine Wildschweinfamilie, der er dann im Wald doch nicht so gerne begegnen möchte. gl