Am morgigen Dienstag ist es wieder Zeit für den etwas anderen Schultag in Höchstadt. 656 sportbegeisterte Schülerinnen und Schüler tauschen ihre Bücher und Hefte gegen Schwimmsachen, Räder und Laufschuhe. Aus Schülern und Lehrern werden Athleten, Kampfrichter und begeisterte Sportfans. Bereits zum 17. Mal bieten die Höchstadter Schulen zum Schuljahresende einen Triathlon an. Das Team um Sportlehrer Günther Dresel hat auch in diesem Jahr das sportliche Highlight mit großem Engagement und Einsatz vorbereitet und freut sich über die große Teilnehmerzahl: "Eine so große Veranstaltung fängt eigentlich ja erst ab 500 Teilnehmern an sich zu lohnen." 51 Starter sind dabei Einzelkämpfer, die am Stück 50 Meter schwimmen, zwei Kilometer mit dem Rad fahren und 400 Meter laufen. Der Rest tritt in Form von Dreierteams in Staffeln an.
"Der Triathlon steht wie in jedem Jahr auf drei Beinen", erklärt Dresel. Zum Gelingen tragen zum einen die Stadt Höchstadt und die Triathlon-Abteilung des ESC bei und zum anderen die teilnehmenden Schulen. Neben den Höchstadter Grundschulen, dem Gymnasium, der Realschule, der Don-Bosco-Schule und der Mittelschule sind auch die Mittelschulen aus Röttenbach und Uehlfeld dabei. Zusätzlich sind 30 Gäste angemeldet. Sie kommen vom Gymnasium Herzogenaurach, der Grundschule Uehlfeld und aus Bamberg.


Das Losglück entscheidet

Für die drei ersten Sieger jeder Wettkampfklasse gibt es Pokale und Preise. Um den Hauptpreis - ein Mountainbike - zu gewinnen, kommt es allerdings weniger auf die Schnelligkeit als auf reines Glück an. Denn das Rad wird bei der letzten Siegerehrung unter allen Teilnehmern verlost. Jedes Jahr werden aber nicht nur die Schnellsten und Besten geehrt, sondern auch die, die mit viel Eifer immer wieder aufs Neue dabei sind.
Paula Radig und Sebastian Bayer nehmen - wenn alles gut läuft - in diesem Jahr bereits zum achten Mal teil. Sebastian radelt in der Staffel mit zwei Freunden. Der 16-Jährige aus Krausenbechhofen hält sich ganzjährig mit Fußballspielen fit, ab März wird dann das Rennrad ausgepackt. In den letzten Jahren schaffte Sebastian es immer auf die vorderen Plätze, 2014 und 2015 sogar auf den ersten Platz. "Es ist schon ein Erlebnis, sich mit anderen messen zu können und zu sehen, wie gut man im Vergleich ist. Was für mich aber am meisten zählt, ist der Spaß am gemeinsamen Sport", beschreibt er seine Motivation.
Paula, die als Einzelstarterin antritt, schätzt die Abwechslung von Schwimmen, Radfahren und Laufen. Die 16-jährige Höchstadterin, die in den letzten beiden Jahren ganz oben auf dem Siegertreppchen stand, ist auch privat viel draußen unterwegs und macht Leichtathletik beim LSC Höchstadt. Wenn es auf den Triathlon zugeht, schwingt auch sie sich öfter mal aufs Rad. Ihre Motivation ist das Gemeinschaftsgefühl und nicht zuletzt der freie Schultag, den man gemeinsam mit Freunden beim Sport verbringen kann. "Vor dem Triathlon bin ich jedes Mal aufs Neue total aufgeregt, aber wenn ich dann durch das Ziel laufe, sage ich mir immer: Das machst du nächstes Jahr wieder", erzählt Paula.
Dass ein so großes Projekt viele fleißige Hände erfordert, ist logisch. 50 Lehrkräfte und 100 weitere Helfer, die sich aus älteren Schülern und Mitgliedern der Triathlon-Abteilung des ESC Höchstadt zusammensetzen, sind vor und während der Veranstaltung mit von der Partie. Und auch wenn die Teilnehmer schon längst aus dem Becken, von der Rad- und Laufstrecke verschwunden sind, hört die Arbeit nicht auf. "Ein Tag nach dem Triathlon ist ein Jahr vor dem nächsten", sagt Dresel.


Neue Streckenführung

Weil aufgrund der Brückensperrung ein großer Teil des Kieferndorfer Wegs als Ausweichstrecke befahrbar bleiben muss, wurde die Wettkampfstrecke verlegt: Die neue Radroute verläuft vom Freibad aus über den Kieferndorfer Weg und die Etzelskirchner Straße, vorbei am Sportpark und zurück zum Freibad. Die Läufer müssen vom Freibad aus hinter dem Eisstadion vorbei bis zum Schützenheim der SG 1608 Höchstadt und wieder zurück laufen. Weitere Infos gibt es unter www.schueler-triathlon.de im Internet.