Acht der 16 Mannschaften aus der Bezirksliga Ost sind am letzten Spieltag noch voll gefordert, denn sowohl im Titelrennen als auch im Abstiegskampf sind noch viele Fragen offen. Der Spieltag geht geschlossen am heutigen Samstag ab 14 Uhr über die Bühne.

SV Friesen - SV Mistelbach
Haben Spieler, Verantwortliche und Fans des SV Friesen heute um 15.45 Uhr allen Grund zum Jubeln? Die Vorzeichen stehen sehr gut, dass dann die Meisterschaft und damit der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga gefeiert werden kann.
Die Voraussetzungen sind klar: Der Truppe von Peter Reichel reicht heute gegen den TSV Mistelbach schon ein Punkt zum Titelgewinn, denn sie hat den direkten Vergleich gegen den BSC Saas Bayreuth mit zwei 2:1-Siegen für sich entschieden. Und der würde bei Punktgleichheit den Ausschlag geben.
Die Bayreuther (65 Punkte) müssen heute beim ATS Kulmbach aleo unbedingt gewinnen und darauf hoffen, dass der SV Friesen (67) unterliegt. Für den Verlierer dieses Fernduells ist der Aufstieg immer noch möglich, allerdings nur über vier Relegationsspiele. Peter Reichel stellt aber klar: "Auf die Relegation hat niemand von uns Lust."
Der SV-Trainer weiß natürlich, dass seine Truppe heute nichts geschenkt bekommen wird, auch wenn es für den Gast aus Mistelbach um nichts mehr geht. Der kann nämlich nach dem 4:1-Erfolg gegen Schauenstein unbeschwert aufspielen. "Wir erwarten einen kampfstarken und defensiv eingestellten Gegner, gegen den es sehr unangenehm werden kann", sagt Peter Reichel. "Da können wir es uns auf keinen Fall leisten, leichtsinnig zu sein."


Heimbilanz ist imponierend

Andererseits spricht natürlich die imponierende Heimbilanz klar für die Friesener. 13 Heimspiele haben sie gewonnen und nur gegen die SpVgg Oberkotzau 1:1 gespielt. Da käme zum Abschluss eine Heimniederlage zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Aber die Mannschaft wird alles tun, damit es nicht soweit kommt. Reichel: "Alle sind gut drauf. Wir müssen unser Ding durchziehen und gegebenenfalls auch ein bisschen Geduld haben."
Dies war zuletzt auch gegen den ZV Thierstein der Fall, als es zur Pause noch 0:0 stand. Dann machten die Friesener innerhalb von 17 Minuten alles klar.
Ihnen würde heute wie im Hinspiel (1:1) schon ein Punkt genügen. Aber darauf wollen sie sich nicht einlassen, denn "es ist schwierig, auf ein Unentschieden zu spielen", weiß Peter Reichel. Für ihn könnte es heute also sein letztes Spiel als Trainer des SV Friesen sein, denn ab der neuen Saison übernimmt er den Bezirksliga-Aufsteiger SpVgg Lettenreuth. Sein Nachfolger wird bekanntlich Armin Eck, der heute letztmals den ATS Kulmbach betreuen wird, also den Konkurrenten der Friesener im Titelkampf.
SV Friesen: Kirschbauer/Bauer - Zwosta, Woitschitzke, Sesselmann, Scholz, Baier, Münch, Nützel, Wiebach, Firnschild, Zapf, Daumann, Gehring, Müller, Queck, Kraus. han