Für eine Vortragsreihe mit dem Titel "Bildungsprogramm Wald" waren Waldbesitzer in Poppenhausen. Etwa 40 Waldbesitzer besuchten im Durchschnitt die Vortragsabende, die das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten organisiert hatte. Insgesamt nahmen 50 Personen teil.
Themen waren: "Heimische Baumarten und deren Standorts- und Klimaansprüche", "Unser Wald von der Verjüngung bis zur Ernte", "Gesundheitsvorsorge für den Wald", "Wald und Wild - Waldneuordnung" und "Professionelles Arbeiten im Wald". Ein Praxistag im Wald folgte.


Diskussion in Gruppen

Sinn des Praxistages war es, die Seminarteilnehmer zu Wort kommen zu lassen und ihre Ansichten anhand von konkreten Beispielen zu diskutieren. Die Förster wollten sich möglichst im Hintergrund halten und die Diskussion vor allem mit Fragen am Laufen halten. Die Gruppe, die von Revierleiter Roland Henfling aus Königsberg und Forstanwärter Tobias Schropp betreut wurde, hatte die Aufgabe, zukunftsfähige Bäume auszuwählen und mit einem gelben Papierband zu kennzeichnen.
Gesichtspunkte für die Auswahl waren die soziale Stellung, die Vitalität, die Qualität, die standörtliche Eignung der jeweiligen Bäume sowie die angestrebte Baumartenmischung.
Nachdem die zukunftsfähigen Bäume ausgewählt waren, die Raum zum Wachsen benötigen, wurden im Umkreis wachsende Bäume und Sträucher mit einem roten Band gekennzeichnet, um zugunsten der Zukunftsbäume entnommen zu werden.
Bei Revierleiter Bernd Müller wurde ein für diese Gegend typischer ehemaliger Eichenmittelwald analysiert und das weitere Vorgehen beratschlagt. Die Teilnehmer sollten entscheiden, welche Bäume und Bestandteile sie weiter wachsen lassen und welche sie ernten und verjüngen wollten. Diskutiert wurde auch die Baumartenzusammensetzung des Zukunftsbestands sowie die zeitliche Abfolge der jeweiligen Maßnahmen.
Bei Forstanwärter Jonathan Graeff hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, verschiedene Pflanzwerkzeuge auszuprobieren. Außerdem wurden an zwei Stellen mit einem Bohrstock Bodenproben gezogen und die unterschiedlichen Standorte und Verjüngungsziele besprochen.


Ratschläge zum Schluss

Drei Ratschläge hatte Förster Müller zum Schluss: die Dinge in die Hand nehmen, sich nicht vor starken Eingriffen scheuen und auf den richtigen Zeitpunkt achten.