JOsef Hofbauer

Mit der Inbetriebnahme der beiden Löschwasserbehälter von Rüssenbach sei ein jahrelanger Missstand beseitigt worden, räumte Bürgermeisterin Chrstiane Meyer (NLE) unumwunden ein.
Kommandant Hans Wiemann bedankte sich, dass die Bürgermeisterin das Thema Brandschutz für Rüssenbach zur Chefsache erklärt habe. Vorher sei eine Maus im Sommer trockenen Fußes über den Mühlbach gelangt.
Weder die Menge des Löschwassers, noch der Druck habe ausgereicht, um einen Brand effektiv bekämpfen zu können, so Bürgermeisterin Meyer. Deshalb musste die Stadt handeln, obwohl es keine Zuschüsse gegeben habe. Die Behörden hätten deutlich gemacht, dass es nicht reicht, einen Bach aufzustauen, um Löschwasser zu bekommen.
Insgesamt investierte die Stadt in die Löschbehälter beim Feuerwehrhaus und bei der "Milchgrube" im Gewerbegebiet gut 300 000 Euro. Jeder dieser Löschbehälter beinhaltet drei Kubikmeter Wasser.
Allerdings stehen die Feuerwehrler vor dem Problem, dass von den Saugstellen aus lange Schlauchstrecken zurückgelegt werden müssen. "Wir haben aber nur 200 Meter Schlauch und bis zur Ortsmitte sind es 400 Meter", informierte Hans Wiemann, der im Ernstfall auf die Hilfe der Ebermannstadter Kollegen hofft.
Der Kreisbrandrat Oliver Flake bekräftigte, dass die Standortwahl der Behälter ein Kompromiss gewesen sei. Dennoch sei die Sicherheit um ein Vielfaches verbessert worden, so dass man von einer "nahezu optimalen Versorgung" sprechen könne. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Ingenieurbüro und den Baufirmen war so, wie man sich das vorstellt", urteilte Flake.