Herta Aue ist ein Urgestein der Erlanger Caritas und zeit ihres Lebens ehrenamtlich engagiert. An ihrem 91. Geburtstag wurde sie mit der Verdienstmedaille des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet. Herta Aues Engagement begann, als sie in den 60er Jahren nach Erlangen zuzog, berichtete Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein in seiner Laudatio. Damals gründete sie in ihrer Pfarrei St. Peter und Paul eine karitative Helfergruppe. Sie regte laut einer Pressemitteilung die Bildung von Caritasgruppen auch in allen anderen Erlanger Pfarreien an. "Diese Kreise bestehen bis heute", betonte Öhlein, "und wir wären dankbar, wenn wir so etwas auch an anderen Orten hätten." Lange Jahre wirkte die Geehrte auf Bistumsebene im Führungszirkel der Diözesanarbeitsgemeinschaft "Caritas der Gemeinden" mit.


Triebfeder für Fachakademie

1972 war Herta Aue an der Gründung des Caritasverbandes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt beteiligt. Drei Jahrzehnte lang arbeitete sie in dessen Vorstand mit. Maßgeblich auf die Initiative der ausgebildeten Erzieherin hin eröffnete die Caritas Erlangen 1973 eine Fachakademie für Sozialpädagogik. Auch für die Errichtung des Roncallistifts (1978 eingeweiht) und des Caritas-Alten- und Pflegeheims in Bubenreuth (eröffnet 1988) machte Herta Aue sich stark.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ehrenamtlichen, die im Sudentenland geboren wurde, war die Betreuung und Integration von Aussiedlern. Zudem organisierte sie etliche Hilfstransporte nach Tschechien und Rumänien und knüpfte Kontakte zwischen den Diözesan-Caritasverbänden Bamberg und Leitmeritz. Bei all diesen Aktivitäten sei Herta Aue "die Triebfeder" gewesen, würdigte Öhlein ihren Einsatz.
"Ohne Sie alle wäre dies nicht möglich gewesen", gab Herta Aue bei der Feier im Haus kirchlicher Dienste in Erlangen das Lob an die Mitarbeiter der Caritas zurück. Zugleich entschuldigte sie sich dafür, "dass ich Ihnen manchmal vielleicht auf die Nerven gefallen bin mit meinen Anliegen". Wichtig seien ihr immer die Menschen gewesen, "die Not erfahren, aber nicht laut um Hilfe schreien." red