An der Verabschiedung von Pfarrer Steffen Lübke und seiner Familie nahmen nicht nur seine Kolleginnen und Kollegen aus der Ephorie Bad Rodach teil, sondern zahlreiche Gemeindemitglieder, Organisationen und Gäste aus dem gesamten Landkreis. Den Gottesdienst in der Sankt-Laurentius-Kirche gestalteten die Choradstanten, der Posaunenchor, der Laurentiuschor und Musical-Mitglieder musikalisch aus. An der Orgel saß Kantor Hartmut Korndörfer.
Die Begrüßung und Moderation hatte Vertrauensmann Martin Albrecht inne, der nicht nur Pfarrer Steffen Lübke, sondern auch seine Gattin Heidrun und Sohn Anton sowie seine Eltern Rosemarie und Günter Lübke herzlich willkommen hieß und dazu noch viele weitere Weggefährten der letzten 13 Jahre.
Pfarrer Lübke hatte als Predigttext den ersten Timotheus-Brief, Kapitel 1, mit den Versen zwölf bis 17, ausgesucht. An erster Stelle stellte er seinen großen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit. Zahlreiche Rückmeldungen habe er erhalten, über die er sich sehr freute, seien diese anlässlich Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten aber auch nach Trauerfeiern gewesen. Er sprach von einem wunderbaren Erfolg der vergangenen Jahre, in denen sich vieles zusammengefügt hat: "Der Heilige Geist lässt sich nicht in die Suppe spucken." Er füge Dinge zusammen, wie er es für richtig halte. Dies verband Lübke mit der Predigt. Seinen tief empfundenen Dank für alles, was ihm gelungen ist, aber auch für Dinge, die misslungen und offen geblieben sind, sprach er aus.


Unvergessliche Gemeinden

Seinen Rückblick auf die 13 Jahre in der Gemeinde veranschaulichte er mit einem Vergleich mit einem Komposthaufen. Der erste Haufen war inzwischen in feine Erde zersetzt und der andere noch gar nicht. An ihm müsse künftig ein anderer Pfarrer oder eine Pfarrerin Hand anlegen, sagte er. So sehe er die Arbeit der Kirchengemeinde: "Wir können nur die Haufen auf- und manchmal umschichten."
Er bedankte sich bei den Menschen, die nachsichtig mit ihm waren, als er nachlässig war. Wenn er jemandem etwas schuldig geblieben ist, bat er um Verzeihung. Nun breche er zu einem neuen Weg auf - er werde aber die Kirchengemeinden im Coburger Land nicht vergessen.
Dekan Andreas Kleefeld entpflichtete und verabschiedete Pfarrer Lübke aus dem Dienst der Kirchengemeinden Meeder und Beuerfeld. Er bedankte sich bei ihm, der viel Gutes im Coburger Land geleistet habe, sei es in den Kirchengemeinden oder bei seinen seelsorgerischen Einsätzen. In der Notfallseelsorge habe er sich stark engagiert und diese geprägt. Kleefelds Dank galt auch Lübkes Familie, die ihm immer den Rücken frei hielt. Der Dekan war überzeugt, dass er auch in Bad Kissingen guten Dienst leisten und sich ganz als Seelsorger einsetzen wird.
Die Vakanz stelle nun eine große Herausforderung für die Kirchengemeinden dar. Pfarrerin Johanna Sonntag wird die Geschäftsführung vertretungsweise übernehmen. Darüber hinaus werden andere Kollegen den Dienst übernehmen und es werden viele ehrenamtliche Mitarbeiter eingesetzt, damit die Vakanz überschaubar bleibt, sagte Dekan Kleefeld.
Zum Abschied sang der Laurentiuschor die Nationalhymne Tansanias. Auch die Kirchenvorstände von Meeder und Beuerfeld sangen ein Lied zum Abschied und wünschten Pfarrer Lübke viel Freude an der neuen Wirkungsstätte.
Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich Pfarrer Lübke auch im Namen seiner Familie und schenkte der Kirchengemeinde, zur Erinnerung und zum Dank, das am Eingang zum Chorraum angebrachte Kreuz, gefertigt von Ludger Hinse.