Coburg — Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die große Hilfe bringen. Nicht viel mehr als 170 Gramm wiegen die kunterbunten Herzkissen, die eine Abordnung der Coburger Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung bei Chefarzt Dr. med. Hermann Zoche im Brustzentrum des Klinikums Coburg vorbeibrachte.
Die Kissen werden dort Brustkrebspatientinnen gute Dienste leisten. "Das Herzkissen wurde ursprünglich von der amerikanischen Krankenschwester Nancy Friis-Jensen erfunden", erzählt Gundi Jakob von der Orientierungs- und Beratungsstelle für Frauen mit Brustkrebs am Klinikum Coburg. "Die gute Idee haben wir übernommen." In ihrer Funktion als sogenannte "Case-Managerin" hat Gundi Jakob direkten Kontakt mit den erkrankten Frauen und weiß um die wohltuende körperliche, aber auch seelische Wirkung des weichen Kissens.
Es wird unter dem Arm getragen und bietet Schutz vor unangenehmem Druck, der, bedingt durch die Operationsnarbe oder durch Schwellungen im Lymphsystem, entstehen kann. Ziel ist es, jeder Brustkrebspatientin ein solches Kissen zu schenken, um den Schmerz nach einer Operation zu lindern und ein bisschen Freude zu bringen.
Die Schülerinnen der Klassen 11 ev und 12 ev der Berufsfachschule unter Leitung von Fachlehrerin Agnes Stark haben viel Zeit und Sorgfalt in die Fertigung der 60 Kissen investiert. Und das sieht man diesen auch an. Jedes einzelne ist ein Unikat, liebevoll verpackt und mit einem Mut machenden Spruch verziert. Ganz im Sinne auch der Mitglieder der Patchworkgruppe Ahorn rund um Kerstin Horsch, die die Herzkissen bereits seit fünf Jahren für das Klinikum fertigt und nun Unterstützung durch die Schülerinnen der Berufsfachschule bekommen hat. red