Der Einladung zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle Dormitz folgten zahlreiche Interessierte. In seiner einstündigen Präsentation erläuterte Bürgermeister Holger Bezold (FW) die Bevölkerungsstruktur und -entwicklung.
Geschäftsstellenleiter Bernhard Weber hatte zur Bürgerversammlung den Haushalt des laufenden Jahres mit den Eckdaten in Einnahmen und Ausgaben ausgearbeitet, den Bürgermeister Bezold nun im Detail erklärte.


Ein besserer Schallschutz

Die Planungsergebnisse für den Neubau der Aussegnungshalle sowie die Darstellung der Kosten waren Gegenstand der Präsentation.
Auch auf den Stand der Sanierungsarbeiten ging Bürgermeister Bezold kurz ein, da dies ein Tagesordnungspunkt bei der nächsten Gemeinderatssitzung ist. Die Schallschutzdecken in der Schule sind nun angebracht. Das Gerücht, dass die Decken mit Asbest wären, wurde laut Bezold mit einem Gutachten entkräftet. "Derartige Gerüchte verursachen große Kosten für die Gemeinde", so Bezold. Nach der Präsentation von Bezold hatten die Bürger Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dieses Angebot nahmen die Besucher dann auch rege in Anspruch.


Frage der Anbindung

"Ist es nicht möglich, die beiden Unternehmen Bätz und Distler von der Erleinhofer Straße verkehrsmäßig an die künftige Umgehungsstraße anzubinden?" fragte ein Bürger. Er wollte damit auch wissen, ob die Höhenlage der geplanten Umgehung eine Anbindung des Schwerlastverkehrs überhaupt zulasse.
Die Aktivitäten der beiden Firmen haben zuletzt offenbar zugenommen. Durch den zunehmenden Schwerlastverkehr ist die Erleinhofer Straße in einem sehr schlechten Zustand, teilweise sind die Kanaldeckel höher als die Straßendecke, berichtete der Bürger. Bürgermeister Bezold schlug vor, mit dem Landratsamt und den beiden Unternehmen Gespräche zu führen.
Die Aufstellung einer Geschwindigkeitsmesstafel wurde ebenfalls vorgeschlagen, um so im besten Fall die Geschwindigkeiten in der Hauptstraße zu drosseln. "Die Gemeinde Dormitz hat inzwischen eine Messtafel angeschafft und wird diese demnächst aufstellen", teilte Bezold dem Fragesteller mit.
Verärgert zeigten sich einige Bürger darüber, dass der Spiegel gegenüber der Raiffeisenstraße entfernt wurden.
Nach Angaben des Straßenbauamts war der betreffende Spiegel allerdings rechtswidrig angebracht worden und musste daraufhin entfernt werden. Bemängelt wurde ebenfalls, dass viele Lkw verbotswidrig die Raiffeisenstraße befahren. Zum wiederholten Mal wurde in den Bürgerversammlungen die Parksituation in der Schlesierstraße, Breslauer Straße und Am Tiefen Weg angesprochen. Hintergrund ist, dass dort parkende Autos den landwirtschaftlichen Verkehr erheblich behindern.
Sogar Müllfahrzeuge haben Probleme, ungehindert ihrer Arbeit nachzugehen. "Die Situation ist schwierig", sagte Bezold zur Situation. Der folgende Antrag auf Erlass eines Halteverbots an der Einmündung Schlesierstraße und Am Tiefen Weg mit Verkehrsschau durch die Polizei wurde von der Verwaltung aufgenommen.
Ein Bürger machte den Vorschlag, die Gemeinde möge alle Neubürger einmal im Jahr zu einem Treffen einzuladen, um sich besser kennenzulernen.