von unserer Mitarbeiterin  Andrea Spörlein

Buttenheim — Eine Friedhofssanierung und die damit meist verbundene Anhebung der entsprechenden Gebühren ist ein Thema, das in jedem Gemeinderat großen Diskussionsbedarf nach sich zieht. Nichtsdestotrotz gehört der Friedhof zu den Pflichtaufgaben einer Kommune und "manchmal müssen auch unpopuläre Maßnahmen getroffen werden", wie Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) bei der Gemeinderatssitzung sagte. Dies insbesondere bei der Frage nach der Subventionierung durch die Gemeinde.

Seit Herbst 2012 ein Thema

Nicht immer ist es möglich, den vielen verschieden Vorstellungen über die Gestaltung und Größe von Grabstätten in einer Friedhofssatzung gerecht zu werden. Schwierig wird es auch dann, wenn ein älterer Friedhofsteil neu aufgeplant bzw. eine Erweiterung notwendig ist. Neue Wege müssen angelegt, veraltete Technik auf den neuesten Stand gebracht werden und neue Formen der Bestattung wie zum Beispiel Urnengräber will man ermöglichen. Dies ist alles mit einem nicht unerheblichen Kostenaufwand für die jeweilige Gemeinde verbunden.
Bereits seit Herbst 2012 hat man sich in Buttenheim mit dem Thema Friedhof ausführlich beschäftigt und ein Gesamtkonzept für die Anlage entwickelt. Mittlerweile gibt es auch einen Arbeitskreis Friedhof, der entsprechende Vorarbeiten bereits geleistet hat. Insbesondere beim Thema Grabeinfassung herrscht im Gemeinderat erheblicher Diskussionsbedarf. Letztendlich wurde bei der Sitzung mehrheitlich beschlossen, dass die ca. 130 bereits bestehenden und die künftigen Gräber im neuen Bereich des Friedhofes Ost und Nord jeweils eine Grabeinfassung aus Betonfertigelementen erhalten. Diese sind bodenbündig anzubringen und somit entsteht zwischen den Gräbern eine ausreichend begehbare Fläche, die zudem durch die Bodenbündigkeit leicht zu pflegen ist.
Mit rund 335 000 Euro schlagen die bisherigen Arbeiten zu Buche. Darüber hinaus ist für den Herbst 2015 die Sanierung der historischen Eingangstore, die Erneuerung der Friedhofsausstattung, zum Beispiel Sitzbänke und Wasserbrunnen, sowie die Neuanlage von Urnengräbern geplant.

Beinahe-Kostendeckung

Aufgrund der entsprechenden Investitionen in Buttenheim wurde die Gebührensatzung den aktuellen Gegebenheiten angepasst und ergänzt. Mit der Gebührenerhöhung wird eine Kostendeckung des Friedhofs in Buttenheim von ca. 96,5 Prozent erreicht werden.
Dipl. Ing. W. Schreiber vom Planungsbüro Skribbe-Jansen erläuterte dem Buttenheimer Gemeinderat die 13. Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich Röth. Damit verbunden ist die 1. Veränderung des Bebauungsplanes Seewiesen 1 im vereinfachten Verfahren. Es handelt sich hier um die Erweiterung des 2008 fertiggestellten Rewe-Zentrallagers. Geplant werden hier die Erweiterung des Obst- und Gemüselagers und des Lagers für Tiefkühlkost sowie die Neuordnung der Lkw-Aufstellfläche und Ladestellen für die Kühlaggregate der Lastwagen. Bei der Diskussion um den notwendigen Schallschutz sollte nach Ansicht von Gemeinderat Udo Schamberger (SPD) auch der östliche Schallschutz bedacht werden, der sich in Richtung Buttenheim-West ausbreiten könnte. Die Planungen waren bereits im Vorfeld mit dem Landratsamt abgestimmt worden, das jedoch noch eine Aktualisierung der schalltechnischen Unterlagen anforderte.

Vitalitätscheck

Der Buttenheimer Gemeinderat bewilligte einstimmig die Beauftragung eines Vitalitätschecks 2.0 im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), in der die Gemeinden Buttenheim, Altendorf, Eggolsheim und Hallerndorf zusammenarbeiten. Diese wird zu 100 Prozent bezuschusst und wird die Basis für die weitere Arbeit in diesem Gremium sein. Es wird damit ein baulicher, funktionaler und sozialer Ist-Zustand der Gemeinde aufgelistet. Darüber hinaus wurde das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) an die Arbeitsgemeinschaft Wittmann, Valier und Partner, Team 4 und Planwerk vergeben.