"Häusla, Häusla, tropf, tropf ... und Süllau" ertönte der Schlachtruf des MC Sassanfahrt - und das Potpourri aus Tanz, Gesang und guter Stimmung begeisterte die Zuschauer in der zweimal ausverkauften Jahnhalle in Hirschaid, die sich bei der Gala in einen Hexenkessel verwandelte.
Gekonnt und charmant führten Jutta Schüssler und Dirk Hirsch durch die etwa vierstündige Show. Rund 120 Mitwirkende zündeten ein Feuerwerk der guten Laune. Ausgefeilte Choreografien, tolle Sketche und witzige Videosequenzen ließen keine Langeweile aufkommen.
Zur Eröffnung sangen Anna Bauer und Lea Kirchner den Queen-Hit "We are the Champions". Und das kam nicht von ungefähr, hatte man doch im vergangenen Jahr die Titel des Deutschen und sogar des Europameisters errungen. Diesen Meistertanz "Revolution in der Schule" zeigten die Lollipops des MCS zu Beginn der Show. So konnte es weitergehen.


Herzen im Sturm erobert

Die Kleinsten des MCS, die "Wilden Wichtel", gingen als Eisprinzessinnen ins Rennen um die Gunst des Publikums. Die gerade einmal vierjährigen Tänzerinnen eroberten die Herzen im Sturm, die Trainerinnen Carina Göbhardt, Marina Limmer und Lisa Wacker durften mächtig stolz auf ihre Schützlinge sein.
Stimmungsvoll führten die "Krümelkekse" die Zuschauer anschließend durch den Abba-Kosmos nach Schweden. Die Tänzerinnen zwischen sechs und acht Jahren werden von Corina Diegel-Zeh und Tanja Krapp trainiert. Eine Stimmungsrakete war der Lohn für ihr Discomedley.
Die "Frechen Früchte" begeisterten die Gäste gleich mit zwei Tänzen. Die 22 Mädchen im Alter von acht bis zehn Jahren verlegten das Geschehen nach Afrika, einstudiert hatten die Show Verena Haas und Kristina Schmaus.
Der Showtanz der "Black Diamonds" beschäftigte sich mit der Handysucht der Jugendlichen. Zwölf junge Damen zeigten unter der Regie von Dirk Hirsch und Svenja Hojer ihr Können. Zudem begeisterten die "Black Diamonds" mit einem tollen Gardetanz.
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des MCS-Männerballetts. Das eingespielte Sextett brachte die Boyband-Hysterie der 90er Jahre gekonnt auf die Bühne. Zwei Zugaben waren der verdiente Lohn.
Die "Kracher Ladys" des MC Sassanfahrt brachten den Gute-Laune-Song "Can't stop the feeling" von Justin Timberlake in verschiedenen Versionen auf die Bühne und auf die Leinwand.
Ein echter Hingucker war auch der Showtanz der "Lollipops" mit dem Titel "Irgendwo in Deutschland". Die 19 Tänzerinnen kämpften sich durch die deutsche Nachkriegsgeschichte.


Perfekte Show der Europameister

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebten die Zuschauer - bei vielen blieb kein Auge trocken. Die Europameister des Tanzverbandes IIG aus dem Jahr 2016 zeigten eine perfekte Show. Die Gardemädels ließen die Beine hoch und die Herzen im Publikum höher schlagen. Die Trainer Svenja Hojer und Dirk Hirsch hatten ganze Arbeit geleistet.
Ein Höhepunkt jagte den anderen. So vollbrachte die Garde der "Maniacs" akrobatische Höchstleistungen. Passend dazu die perfekte Lichtshow und die LED-Kostüme. Die "Maniacs" wagten sich an dieses schwierige Konzept und die Rechnung ging auf, das Publikum war restlos begeistert.
Die sechs Marionetten-Mädchen der Tanzgruppe "No Limits" sind eine Augenweide. Ihr perfekter Showtanz "Puppen" war gespickt mit tollen Einfällen und Gags.
Fünf Mädchen verdeutlichten den Erwachsenen im Saal sehr anschaulich, mit welchen Problemen man sich in der Pubertät herumschlagen muss. Schonungslos rechneten sie in der Bütt mit den Eltern ab. Man merkte, dass Samira Zorn, Hannah Holterdorf, Anna-Lena Lederer, Anna Bauer und Maja Lerch jede Menge Spaß hatten - und der übertrug sich aufs Publikum.
Ein besonderer Leckerbissen war der Show-Paartanz von Janina Nagengast und Sophia Römer. "Reflexionen" nannten sie ihre perfekt aufeinander abgestimmte Darbietung.


Training für Olympia

Jochen Haas und Jörg Hirsch trainierten für Olympia. Am Seitpferd zeigten sie eine stimmige Vorstellung. Das Publikum merkte, dass es nicht einfach ist, wenn die Beine plötzlich ein Eigenleben führen und sich selbständig machen.
Ein Königreich für eine Königin. So kann man den Sketch von Benny Wagner, Anja Schwandner und Lisa Hofmann umschreiben. Friesen, Röbersdorf und Erlach waren nicht gut genug für die ehemalige Faschingsprinzessin. Nur in Süßflor könnte sie sich vorstellen, ein Imperium aufzubauen. Mit Lokalwitz, fliegenden Torten und sehr viel Haut begeisterten sie das Publikum.
Abschluss eines jeden bunten Abends ist das Musical. Der MCS reiste "In 80 Tagen um die Welt". Frankreich, Italien, Russland, Indien oder die USA waren nur einige Stationen. Im Eiltempo ging es für Phileas Fogg (Dirk Hirsch), seinen Diener Passepartout (Inge Bauer) und die Prinzessin (Ramona Baumgarten) um den Globus. 60 Aktive sangen, tanzten und lachten.
Zum Finale kamen noch einmal alle 120 Akteure des Abends auf die Bühne. Der Beifall wollte nicht enden. Dirk Hirsch