Wieder einmal zeigte sich, dass das Adventskonzert der Jugendblaskapelle Unterpreppach am Samstag in der örtlichen Kirche ein Highlight im Jahresprogramm des Klangkörpers ist. Es verfehlt seine Anziehungskraft nicht - die Kirche war voll besetzt. Die Verantwortlichen um Vorsitzenden Jürgen Groh und Dirigenten Stefan Groh haben es verstanden, ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm zusammen zu stellen, ein Repertoire, bei dem sie nicht nur die eigenen Musiker, von den Flötenkindern über die Nachwuchsmusiker, präsentierten, sondern sich als Kontrast zur Blasmusik die "Heilig-Länder-Singers" aus Kirchlauter mit ins Boot holten. Da macht es auch nichts aus, wenn sich bei den Nachwuchsmusikern oder den Flötenkindern ein kleiner "Misston" einschlich, den die Zuhörer mit reichlich Beifall wegklatschten. Die "Heilig-Länder-Singers" ließen, begleitet von Gitarre, Geige und Querflöte, aufhorchen. Eine Gruppe der JBK zauberte Musik aus den Tiroler Bergen in das Gotteshaus und die "alten Hasen" des Klangkörpers zeigten, dass sie weit mehr können als nur Bierzeltmusik. "Ein Fest der Musik", hieß ein Beitrag, der den Punkt traf. Es war ein Fest für die Musik, ein Fest für die Ohren. Auch die wenigen Sätze von Pater Rudolf Theiler zu Beginn trugen dazu bei, Ohren und Herzen zu öffnen. Mit seinen Worten, mit denen er zu Toleranz, Verständnis, Mitmenschlichkeit und Mitgefühl aufforderte, hat sich möglicherweise mancher Konzertbesucher dabei erwischt, auch selbst einmal in sich zu gehen.