Hohen Besuch hatten die Mitglieder der Feuerwehr Veitlahm bei ihrer Hauptversammlung im Gerätehaus - an der Spitze Landrat Klaus Peter Söllner, begleitet von stellvertretendem Bürgermeister Robert Bosch, Kreisbrandinspektor Friedrich Weinlein, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands, Ehrenkreisbrandinspektor Franz Gareis, sowie Kreisbrandmeister Michael Ködel. Der Grund: Es galt, den langjährigen Einsatz verdienter Aktiver für den Brandschutz in ihrer Heimatgemeinde zu würdigen.
Zu Beginn verabschiedeten sich die Wehrmänner mit einer Gedenkminute von drei Aktiven und einem Ehrenmitglied mit einer Schweigeminute.


75 Mitglieder, 21 Aktive

Die Feuerwehr Veitlahm hat 75 Mitglieder, davon fünf Ehrenmitglieder, einen Ehrenkommandanten, einen Ehrenvorsitzenden und 21 Aktive, bilanzierte Vorsitzender Erich Luthardt zum Beginn seines Rechenschaftsberichts für 2015. Zahlreiche Feste und Veranstaltungen wurden besucht. Als Höhepunkte nannte Luthardt die Patersberg-Kerwa, die Abholung des neuen Feuerwehrfahrzeugs in Ludwigsburg und dessen Weihe. Mehrere Ausschusssitzungen für diese Veranstaltungen und die Durchführung der Hauptversammlung waren für ein gutes Gelingen erforderlich. Der Vorsitzende: "Ohne die zahlreichen Helfer wären diese Veranstaltungen nicht möglich gewesen, denn das funktioniert nur miteinander. Dafür bedanke ich mich bei allen herzlich."


Viel Zeit in Fahrzeug investiert

Im Zusammenhang mit dem neuen Löschfahrzeug würdigte Luthardt neben den Verantwortlichen der Marktgemeinde Mainleus und Kreisbrandrat Stefan Härtlein besonders den Einsatz von Bernd Beyer, Leon Beyer und Kommandant Johannes Unger, die viel Zeit in die Aufarbeitung des Feuerwehrautos investiert hätten.
Unger selbst berichtete über zahlreiche Aktivitäten der 24 Dienstleistenden. Demnach wurden im vergangenen Jahr zwölf Übungen, Ausbildungen und diverse Lehrgänge absolviert, unter anderem Funk- und Digitalfunk-Schulungen sowie ein sechstägiger Maschinisten-Lehrgang . Die Wehr wurde zu zwei Einsätzen und einer Alarmübung gerufen. Darüber hinaus wurden von der Führungsmannschaft mehrere Fortbildungen und Dienstversammlungen besucht. "Wir sind eine gute Truppe", lobte er.
Unger hat sich seit seinem Eintritt in die Veitlahmer Wehr vor 25 Jahren über zahlreiche Weiter- und Ausbildungskurse zum Kommandanten qualifiziert. Besonders seine Tätigkeit bei der Ludwigsburger Berufsfeuerwehr kam der Veitlahmer Löschgruppe im vergangenen Jahr zugute, denn so kam man bereits zum zweiten Mal unter günstigen Bedingungen zu einem Einsatzfahrzeug. Landrat Klaus Peter Söllner nahm die Verdienste und die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Anlass, Johannes Unger mit dem staatlichen Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienst auszuzeichnen.
Großes Lob zollte der Landrat neben dem Kommandanten und den weiteren Geehrten allen Feuerwehrleuten der Marktgemeinde Mainleus für ihre große Bereitschaft, den Anforderungen gerecht zu werden. Nicht nur eine gute Ausrüstung, sondern auch eine ständige Aus- und Weiterbildung seien erforderlich, um den Schutz für das Hab und Gut der Bürger zu gewährleisten. Ein wichtiger Faktor seien in diesem Zusammenhang die Führungskräfte im Landkreis Kulmbach, ohne die Vieles nicht möglich wäre.


Zwei Männer seit 60 Jahren dabei

Stellvertretender Bürgermeister Robert Bosch (CSU) und Kreisinspektor Friedrich Weinlein schlossen sich dem an und spendeten der Veitlahmer Feuerwehr ebenfalls hohes Lob und Anerkennung für ihre Arbeit. Für 60 Jahre treue Mitgliedschaft wurden dann Hans Müller und Kurt Tulke geehrt, 50 Jahre dabei ist Hartmut Balzer, 40 Jahre Reinhold Schicks, Karl Passing und Günther Herbst.
Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch: Aus beruflichen Gründen gab der langjährige, verdiente Vorsitzende Erich Luthardt sein Amt ab. Zum Nachfolger wurde einstimmig Johannes Unger gewählt. Karl Klippel