Förster Matthias Koch berichtete den Mitgliedern des Bau-, Umwelt-, Energie-, Landschafts- und Forstausschusses der Marktgemeinde Eggolsheim über die Bewirtschaftung des gemeindlichen Waldes.
Wurde 2015 ein Überschuss von fast 23 000 Euro erwirtschaftet, liegt dieser in diesem Jahr mit geschätzten 15 000 Euro etwas niedriger, berichtete Koch. Da das Frühjahr sehr nass und der August sehr trocken war, konnte der Holzeinschlag von etwas über 700 Festmetern rund um Kauernhofen erst ab September beginnen.
Damit der Haupteinschlag vollmechanisiert mit dem Harvester durchgeführt werden kann, mussten rund um Drosendorf und Weigelshofen Rücke wege gebaut und instand gesetzt werden: "Ohne Wege ist der Forst nichts wert", konstatierte der Förster. Schließlich müsse das geschlagene Holz ja auch aus dem Wald transportiert werden.
Im Rechtlerwald rund um Kauernhofen und Drosendorf hat Förster Koch die Bäume markiert, die stehen bleiben: "Hier gilt es, unser Erbe zu pflegen."
Damit die Tiere und Pflanzen dort gut leben können, soll der Wald als Mittelwald bewirtschaftet werden: Die großen Bäume stehen dabei in einem größeren Abstand zueinander, damit unter ihnen der Niederwald genügend Licht und Luft bekommt. Für die Brennholzlose in Kauernhofen ist die Nachfrage eher verhalten, berichtete Koch. Hier liegt Holz noch zur Abfuhr bereit. Die Kartierung der FFH-Gebiete wurde inzwischen abgeschlossen und die Pläne über das Wiesenttal und die Lange Meile übergeben: Die davon betroffenen Gebiete können ganz normal bewirtschaftet werden, erklärte Matthias Koch, sie dürften sich lediglich nicht verschlechtern.


Käufer trägt das Risiko

Über die besonders sensiblen Bereiche will sich der Förster noch informieren, damit er bei Wegebau und Wegepflege auf die seltenen Pflanzen und anderes achten kann. Im kommenden Jahr plant er, mehr Flächen durchzuforsten.
Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) hat jüngst große Brennholzstapel im Wald gesehen. "Ist das sicher?", wollte er vom Förster wissen. Dieser bejaht. Ohnehin sei das Holz bereits verkauft. Das Risiko eines eventuellen Diebstahls trage der Käufer.