Es war eine sportliche Leistung: In einer einzigen Sitzung arbeiteten die Eggolsheimer Marktgemeinderäte den von Kämmerer Johannes Götz vorgelegten Vorbericht zum Haushaltsplan 2017 durch und beschlossen ihn mit drei Gegenstimmen.
Der Verwaltungshaushalt beträgt in diesem Jahr 10,82 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 9,96 Millionen Euro. Damit alle Ausgaben, die im Vermögenshaushalt aufgelistet wurden, auch finanziert werden können, wurde der Gesamtbetrag der Kredite auf 1,80 Millionen Euro festgelegt. Die Hebesätze der Grundsteuer A und B betragen 450 v. H., der Hebesatz der Gewerbesteuer 380 v. H. Außerdem beschlossen die Marktgemeinderäte eine Erheblichkeitsgrenze von 200 000 Euro: Erst wenn diese von der Verwaltung überschritten werden sollte, muss ein Nachtragshaushalt vom Marktgemeinderat beschlossen werden.
Ab 2019 werden sich die Ausgaben im Vermögenshaushalt wieder vermindern, da in diesem Jahr die großen Projekte abgeschlossen sein werden, stellte Götz in Aussicht.


Gewachsene Steuerkraft

Immerhin erwartet die Gemeinde in diesem Jahr einen Überschuss von rund einer Million im Verwaltungshaushalt, der dem Vermögenshaushalt zugeführt und dort der Finanzierung von Investitionskosten und der Tilgung dienen soll.
Allerdings hat die gewachsene Steuerkraft der Gemeinde auch einen Nachteil, kommentierte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB): "Wenn wir mehr Steuern einnehmen, bekommen wir weniger Zuwendungen. Auch der Anteil, den Eggolsheim an Kreisumlage zahlen muss, steigt: Die leistungsfähigen Kommunen sind mit einem großen Betrag dabei", konstatierte Schwarzmann. 2016 betrug die voraussichtliche Kreisumlage 2,72 Millionen Euro, für dieses Jahr wird sie auf 2,71 Millionen Euro geschätzt.
Zu den geplanten Investitionen in diesem Jahr gehören unter anderem die Dorferneuerungsmaßnahmen in Drügendorf und Weigelshofen, die Sanierung des Faulenzergebäudes und des Sportgeländes DJK Eggolsheim, aber auch der Radwegebau zwischen Eggolsheim und Bammersdorf und die Sanierung von Gemeindeverbindungsstraßen. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses prüften in 14 Sitzungen die Jahresrechnungen des Markts Eggolsheim. Alle dabei aufkommenden Fragen wurden von der Verwaltung ausführlich beantwortet.
Beispielsweise erschienen den Prüfern die Kosten für die Gebäudereinigung und die Kosten für die EDV relativ hoch. Falls der Gemeinderat künftig beschließt, dass die Leistungen neu ausgeschrieben werden sollen, dann wird das passieren, versicherte Bürgermeister Schwarzmann.