Eggolsheim wird Leitkommune für die Lade-
infrastruktur von Elektrofahrzeugen: Das beschlossen die Marktgemeinderäte jetzt einstimmig.
Soll der Anteil an Elektroautos steigen, muss es genügend Tankstellen für Strom geben, stellte Dominik Bigge, Klimaschutzmanager im Landkreis Forchheim fest. Das betreffe Pendler, Touristen und andere Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind. Da es aber noch keine Modelle für Stromtankstellen geben, die sich rentieren, sei die öffentliche Hand gefordert. Eggolsheim kommt als Leitkommune eine besondere Aufgabe zu: Hier soll das Konzept entwickelt werden, auf welche Weise der gesamte Landkreis mit Stromtankstellen versorgt werden kann. Das Konzept soll ungefähr 20 000 Euro kosten, 12 000 Euro solle es als Zuschuss von der Städtebauförderung geben, 6000 Euro bezahlt der Landkreis, den Rest übernimmt die Marktgemeinde Eggolsheim selbst.


Der Verbraucher entscheidet

Hans-Jürgen Dittmann (CSU) verglich den Ausbau der Stromtankstellen mit dem Bau der Eisenbahn: "Wir kommen nicht daran vorbei."
Seine Zustimmung bekräftigte er mit den Worten: "Dann haben wir das erledigt und sind Vorreiter." Am Ende entscheide zwar der Verbraucher, ob er auf ein Elektroauto umsteige, argumentierte Peter Eismann (CSU), doch bei einer Belastung von lediglich 2000 Euro müssten die Marktgemeinderäte eigentlich nicht diskutieren.
Die Anzahl und die Standorte für die künftigen Elektrotankstellen werden vom Konzept entwickelt und festgelegt. "Was ist, wenn das Konzept sagt, in Eggolsheim seien fünf dieser Stromsäulen notwendig?" erkundigte sich Rätin Ute Pfister (BB). Jede Kommune finanziert ihre Stromtankstellen selbst, erklärte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB). Dafür gebe es Zuschüsse von der Städtebauförderung in Höhe von 60 Prozent der Baukosten.