von unserer Mitarbeiterin pauline lindner

Baiersdorf — Effeltrich und Poxdorf wollen noch einmal darüber nachdenken, wie die MittelschulSituation im Verband mit Baiersdorf und damit Mittelfranken gelöst werden kann. Das ist das - aus Sicht von Bürgermeister Andreas Galster (CSU) - positive Ergebnis der ersten Schulverbandsversammlung.
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gehen ab Herbst auch Effeltricher und Poxdorfer Kinder in die Mittelschule Baiersdorf. Sie kann deshalb zwei Eingangsklassen bilden, berichtete Galster im Stadtrat. Die Kernfrage für deren Fortbestand lautet laut Galster deshalb: "Bleibt es bei einem Nein zum Schulverband und damit einem Nein zum Beitritt zum Schulverbund mit Erlangen?"
Seiner Meinung nach können diese Fragen entkoppelt werden, sodass Effeltrich und Baiersdorf durchaus klagen könnten, um aus dem Schulverband entlassen zu werden. Gleichwohl könnten sie jetzt dem Beitritt zum Schulverbund mit Erlangen zustimmen. Denn nur durch den Beitritt kann die Schule in Baiersdorf als Mittelschule geführt werden. "Ansonsten wäre sie die einzige Hauptschule in Bayern", erläuterte Dorothea Neubauer (CSU), die ebenfalls der Schulverbandsversammlung angehört.

"Das wäre fatal"

"Ein Hauptschul-Zeugnis wäre fatal bei der Lehrstellensuche", erwartet sie. Heuer hingegen haben alle Absolventen eine Lehrstelle; drei des M-Zugs wechseln direkt an die FOS.
Dürfen Effeltrich und Poxdorf - nach einer erfolgreichen Klage - gehen, dann wollen auch Möhrendorf und Langensendelbach den Schulverband Baiersdorf verlassen, wurde Galster auf der Versammlung signalisiert. "Damit ist der Schulverband passé", erwartet Galster. Deshalb regte er an, dass die Räte der Nachbargemeinden zur Beratung über das Thema die Fachleute sowohl der Regierung von Mittelfranken als auch die aus Oberfranken hinzuziehen.