"Personell hat sich unsere Lage inzwischen wieder deutlich entspannt", kann VfL-Cheftrainer Oliver Müller vor dem heute, Samstag, um 15 Uhr anstehenden Auswärtsduell bei der Profireserve der Würzburger Kickers zumindest auf dieser Ebene vorsichtig Entwarnung geben. Während der Vergleich mit dem SC Eltersdorf noch im Einverständnis mit den Mittelfranken auf den 19. Oktober verschoben werden musste, meldeten sich jüngst verletzungsbedingt pausierende, privat urlaubende und beruflich verhinderte Akteure zurück. Obgleich neben Leitwolf Christian Beetz die ebenfalls Bayernliga-erfahrenen Jonas Krüger und René Knie nach wie vor angeschlagen passen, stehen dem 48-Jährigen so für die schwere Aufgabe in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt endlich wieder genügend Alternativen zur Verfügung. Allerdings ist aber noch fraglich, ob für den lange Monate an den Folgen eines Innenbandrisses im Knie laborierenden Jannik Schmidt sowie für die Anfang dieser Woche wegen verschiedener Blessuren im Training kürzertretenden Maximilian Pfadenhauer und Dominic Graf ebenfalls schon ein Einsatz in Betracht kommt. "Wir müssen kratzen, beißen, und entsprechend über Zweikämpfe ins Match kommen", ist sich Müller der spielerischen Überlegenheit des von Claudio Bozesan gecoachten und seit fünf Begegnungen ungeschlagenen Zweitliga-Unterbaues bewusst, weshalb es für seine Youngster daher vor allem gilt, den kleinen Rothosen im Rahmen des Erlaubten weitestgehend den Spaß am Kicken zu nehmen.
Ein Unterfangen, dass Oliver Müller und seinen jungen Wilden in diesem Frühjahr beinahe schon einmal erfolgreich gelungen wäre.
VfL-Schlussmann Michael Edemodu brachte die an jenem Tag aus dem eigenen Profikader prominent verstärkte U23 der Kickers mit zahlreichen Glanzparaden schier zur Verzweiflung, ehe Niklas Weißenberger noch den späten Todesstoß anbrachte. Im Anschluss an die erfolgreiche Aufstiegsrelegation, in der die Mannen vom Dallenberg der damals noch von Stefan Braungardt betreuten Bayernliga-Mannschaft des VfL mit zwei Kantersiegen nicht den Hauch einer Chance ließen, änderten die sportlich Verantwortlichen des FWK jedoch die Ausrichtung ihrer Zweitvertretung.