Ein Drittel der Saison ist in der Bezirksliga Ofr. West gespielt - und noch immer führt vor Runde 11 mit dem TSV Sonnefeld (gegen den FSV Unterleiterbach) vor dem Überraschungszweiten FC Mitwitz (bei der DJK Bamberg II) ein Neuling die Tabelle an. Derbys gibt's auch an diesem Wochenende mit den Partien TSV Breitengüßbach (4.) gegen den FC Oberhaid (6.) und der SpVgg Ebing (5.), die den SV Merkendorf (11.) empfängt.

SpVgg Ebing - SV Merkendorf
Der Tabellenvierte bzw. -dritte der letzten Saison treffen in diesem interessanten Derby im Ebinger Seestadion aufeinander. Im Konzert der "Großen" spielen beide Mannschaften aber derzeit nicht mit. Doch die Hausherren sind auf dem besten Weg dahin, trennen sie doch nur drei Zähler von Platz 2. Unterstrichen haben die Dumpert-Schützlinge ihren Willen, auch diese Saison oben mitzuspielen, durch starke Leistungen nicht nur beim 5:2-Erfolg gegen die DJK Bamberg II. Dran bleiben heißt es deshalb für die SpVgg, was aber den nächsten Dreier erforderlich macht. Coach Heiner Dumpert vor dem Nachbarduell: "Wir spielen gegen einen guten Gegner, müssen also, wie auch zuletzt, aus einer guten Organisation das Spiel angehen. Wir wollen weiter nach vorn - und das geht eben nur mit Siegen." Mit den Merkendorfern kommt ein Team, das in den letzten sieben Partien nie als Verlierer vom Platz ging. Doch die Mannen von Trainer Ralf Schmitt sehen diese Serie sicher mit gemischten Gefühlen. Denn nach dem 0:0 beim ASV Kleintettau, das durchaus als Erfolg gewertet werden kann, stehen nun bereits sechs Unentschieden auf dem Konto. SV-Coach Ralf Schmitt dazu: "Unsere Situation ist gleich geblieben, wir sollten mal gewinnen, um nach oben zu kommen. Hierfür müssen wir gegen Ebing gut stehen und dürfen keine gefährlichen Standards zulassen. Das Mittelfeld schneller zu überbrücken, wäre förderlich für unser Spiel."

TSV Breitengüßbach -
FC Oberhaid

Wieder in die Erfolgsspur finden, so lautet das Ziel dieser beiden Mannschaften. Denn das letzte Wochenende war nicht von sportlichem Erfolg gekrönt. Insbesondere die Höhe der TSV-Niederlage (2:6) beim FC Mitwitz überraschte. Die Oberhaider mussten der Cleverness des TSV Sonnefeld Tribut zollen, wurden sie doch beim 1:3 eiskalt ausgekontert. Doch diese Negativerlebnisse dürften beide Teams nicht sonderlich beeindrucken. Vielmehr gilt es, die Fehler zu analysieren und die Lehren daraus zu ziehen. In diesem Match treffen zwei Superlative aufeinander: auf der einen Seite der torgefährlichste Angriff (24 Treffer) bei den Hausherren. Und auf der anderen Seite steht dem die stabilste Abwehr (neun Gegentore) gegenüber. Die Güßbacher Defensive hat noch viel Luft nach oben und muss schon einen sehr guten Tag gegen die ebenfalls starke Angriffsreihe des FCO erwischen.

TSV Ebensfeld - TV Ebern
Wenn die Ebensfelder am Sonntag den TV Ebern erwarten, sehen sie sich in der Favoritenrolle. Dies zum einen aufgrund der stetig ansteigenden Form der Gunreben-Truppe und zum anderen, weil der Gegner bisher nur drei magere Unentschieden einfahren konnte und am Tabellenende friert. Die Ursache der Eberner Pleiten ist in den vielen Ausfällen begründet, die die Jungs von Spielertrainer Johannes Fischer einfach nicht kompensieren können. Anders bei den Hausherren, denen ihr Coach nach dem hoch verdienten 4:1-Sieg beim TSV Marktzeuln die Fortsetzung des positiven Trends bescheinigte. In der Tat ist der TSV bei zwei Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten Spielen unverkennbar auf dem aufsteigenden Ast, was auch der Rückkehr wichtiger Akteure geschuldet ist.

DJK Bamberg II - FC Mitwitz
Trotz des Heimvorteils steht die Bayernliga-Zweite vor einer sehr hohen Hürde. Denn mit der Überraschungsmannschaft aus Mitwitz empfängt sie einen Gegner, der sich in bestechender Form befindet und als einziges Liga-Team noch ungeschlagen ist. Die letzten Erfolge - 2:1 in Sonnefeld und 6:2 gegen Breitengüßbach - sind ein dickes Ausrufezeichen. Die Gäste sind auf jeder Position gut besetzt, torgefährlich und abwehrstark. Doch die Hausherren brauchen sich in punkto Spielstärke nicht zu verstecken. Was die Bail-Schützlinge aber zeigen müssen, sind die Tugenden Einsatz und gutes Zweikampfverhalten. Zudem ist es ein Anreiz, den Mitwitzern die erste Niederlage beizubringen.

TSV Schammelsdorf -
Bosporus Coburg
Aufbauarbeit stand wohl bei TSV-Spielertrainer Dominik Kauder unter der Woche auf dem Programm. Obwohl die Schammelsdorfer auswärts bislang nur Punktelieferanten gewesen sind, war das 0:5 beim bis dato Vorletzten SpVgg Stegaurach ein Debakel. So ist gut vorstellbar, dass der Schammelsdorfer Coach nun eine Trotzreaktion einfordert. Dies wird aber schwer gegen einen Gegner, der sich mit seinen Ausnahmekönnern immer mehr zu einem geschlossenen Team entwickelt und entsprechend erfolgreich auftritt. Vier Siege in Serie mit einem Torverhältnis von 10:1 sprechen eine deutliche Sprache.

TSV Mönchröden -
SpVgg Stegaurach
Der "Dosenöffner"-Sieg beim TV Ebern war für die jungen Stegauracher scheinbar nicht nur eine Eintagsfliege. Sie bauten gegen Schammelsdorf mit dem 5:0 eine kleine Erfolgsserie auf. So werden die Gäste zwar zum TSV Mönchröden mit Respekt fahren, aber angesichts dieser positiven Ergebnisse ohne Angst. Es gilt in dieser Partie als Außenseiter aber noch eine Schippe draufzulegen; insbesondere was die Defensivleistung anbetrifft.

TSV Sonnefeld -
FSV Unterleiterbach
Ein sogenanntes "leichtes" Spiel steht den Leiterbachern beim Aufsteiger bevor. Denn der FSV geht als klarer Außenseiter ins Spiel und hat nichts zu verlieren. Die Mannschaft von Sonnefelds Spielertrainer Bastian Renk hat sich nach einem Drittel der Saison als Meisterschaftskandidat entpuppt und glänzt mit abgeklärter Spielweise und mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Hausherren werden nach vorn marschieren. Bedingungsloser Einsatz ist Voraussetzung dafür, dass der FSV dagegenhalten kann. Unverwundbar ist der Neuling nicht. Seine beiden Niederlagen bezog er zu Hause.