Etwas überraschend, jedoch keinesfalls unverdient, entschied die Luftpistolenmannschaft der Schützengesellschaft (SG) Ebern den ersten Rückrundenkampf der Unterfrankenliga beim Tabellenführer SV Wermerichshausen mit 3:2 für sich. Sie nahm damit Revanche für die Vorrundenpartie, die man mit dem gleichen Ergebnis verloren hatte.
Für die Gastgeber war es die zweite Niederlage der Saison, damit bleibt die Spannung in der Spitzengruppe erhalten. Doch auch das Eberner Team, zwar weiterhin Schlusslicht der Liga, hat nun wieder reelle Aussichten, die Klasse zu erhalten, zumal der Rückstand nur noch zwei Zähler beträgt.
In einem echten Spitzenkampf bezwang die Nummer 1 der SG, Helmut Stubenrauch, seinen Kontrahenten Jan Röder mit 369:367 Ringen, wobei er die entscheidenden Ringe in den Serien zwei und drei mit jeweils 94 und damit neun Mehrringen erzielte. In den Durchgängen 1 und 4 lag der Gastgeber zweimal vorn. Letztlich eine Begegnung, die bis zum Schluss von der Spannung lebte.
Eine solide Vorstellung bot auch Tina Hellwig gegen Christian Röder, dem sie beim 359:342 so gut wie keine Chance ließ. Sehr konstant waren ihre Ergebnisse in allen vier Serien, die sie allesamt mit zweimal 89 sowie jeweils 90 bzw. 91 Ringen für sich entschied.
Nicht unbedingt seinen stärksten Tag hatte Carsten Präger erwischt, was auch die bisher schwächste Saisonleistung mit 349 Ringen unterstreicht. Alle vier Durchgänge blieb er unter 90 Ringen, was alles über seine Vorstellung aussagt. Am Schluss hieß es 364:349 für den Wermerichshausener.
Ganz anders präsentierte sich Stefan Eckstein, der mit 350:337 Ringen nicht nur sein zweitbestes Rundenergebnis verbuchte, sondern auch seinen ersten Saison-Punktgewinn für die Eberner Mannschaft holte, der letztlich so wichtig war. Er setzte sich in allen vier Serien gegen seinen Widersacher Martin Lenhardt durch.
Einen jederzeit offenen Kampf lieferten sich Sebastian Drößmar und Gastgeber Michael Weigand. Ringgleich trennte man sich in den ersten beiden Durchgängen, ehe der Hausherr zweimal mit jeweils zwei Mehrringen und mit 338:334 knapp die Oberhand behielt. Das tat jedoch der Eberner Mannschaft nicht mehr allzu weh, weil dank der 3:1-Führung der Sieg schon vorher unter Dach und Fach war. Nun gilt es Anfang Februar im Derby in Bad Königshofen nachzulegen. di