von unserem Mitarbeiter DIETFRIED FÖSEL

Bamberg — In der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West hält am heutigen letzten Spieltag (alle Spiele um 14 Uhr) der Kampf um den zweiten Tabellenplatz an. Diesen nimmt der TSV Ebensfeld mit einem Punkt Vorsprung vor der SpVgg Ebing ein. Dahinter folgt der FC Lichtenfels mit drei Zählern Rückstand auf Ebensfeld - ohne Chance auf Rang 2 wegen des direkten Vergleichs. Nach dem Rückzug des FC Burgkunstadt gibt es anstatt vier nur drei Festabsteiger. Mit dem Neuling SpVgg Rattelsdorf, der TSG Niederfüllbach und der Spvg Eicha stehen bereits drei Vereine fest, die in die Kreisliga müssen. Die Mannen aus dem Coburger Land würden bei einem Heimsieg über den Meister FC Coburg und einer gleichzeitigen Niederlage des TSV Hirschaid in Ebensfeld mit dem Team von TSV-Trainer Juan Catalan nach Punkten gleichziehen, verpassen aber wegen des direkten Vergleichs einen der drei Schleuderplätze. Im Gegensatz zum SV Memmelsdorf II (gegen den FC Oberhaid) kann der SV Dörfleins auch bei einem Sieg über das Schlusslicht Eicha die Schleuderplatzzone nicht mehr verlassen. Spielfrei ist der TSV Meeder.
TSV Ebensfeld -
TSV Hirschaid
Der TSV Ebensfeld kann mit einem Sieg über den TSV Hir schaid aus eigener Kraft den angestrebten Aufstiegsrelegationsrang manifestieren, ohne nach den Ergebnissen der beiden Kontrahenten SpVgg Ebing und FC Lichtenfels schauen zu müssen. "Unser Verein und die Mannschaft möchten den zweiten Platz, den wir seit Monaten innehaben, nicht am letzten Spieltag verlieren. Wir streben gegen die abstiegsbedrohten Gäste einen Dreier an und werden diese aber keinesfalls unterschätzen", schildert der Eben sfelder Trainer Klaus Gunreben die Situation vor dem entscheidenden Gefecht. Den Hirschaidern würde ein Punkt genügen, um zumindest den Schleuderplatz zu halten. Im torreichen Hinspiel siegten die Ebensfelder mit 4:3.
TSV Mönchröden -
SpVgg Ebing
In einer tollen Aufholjagd arbeitete sich die SpVgg Ebing auf den dritten Tabellenplatz vor und rückte dem Zweiten TSV Ebensfeld bis auf einen Punkt auf den Pelz. Der Ebensfelder Coach Klaus Gunreben kann den "Stallgeruch" seiner früheren Ebinger Jungs förmlich schmecken. Die Gäste sind schon seit vielen Wochen in der Abwehr bärenstark und nutzen vorne kaltschnäuzig ihre Einschussmöglichkeiten. Den Schützlingen von Trainer Heinrich Dumpert ist eine Wiederholung ihres 1:0-Sieges aus der Hinrunde durchaus zuzutrauen. Die "Mönche" haben in ihren letzten Begegnungen stark nachgelassen, allerdings ist der Tabellensiebte im eigenen Wildparkstadion nur schwer zu bezwingen.
SV Dörfleins - Spvg Eicha
Der zuletzt spielfreie SV Dörfleins (13.) kann auch bei einer Niederlage nicht mehr direkt absteigen, doch ist ein Entkommen aus der Schleuderplatzzone bei einem Sieg über das Schlusslicht Spvg Eicha ebenfalls nicht möglich. Die Heimpartie des SV Dörfleins kann demnach als Vorbereitungsspiel für die bevorstehende Abstiegsrelegation angesehen werden. Für die "Trächer", die zuletzt eine derbe 0:4-Heimschlappe gegen den in allen fußballerischen Belangen klar überlegenen TSV Ebensfeld kassierten, ist der Ofen in der Bezirksliga bereits lange aus. Die Fußballer aus dem Ahorner Ortsteil haben sich schon bald nach Saisonbeginn auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga West niedergelassen (Hinspiel 1:1).
SV Memmelsdorf II -
FC Oberhaid
Auch im Bamberger Kreisduell beim zuletzt beängstigend schwachen TSV Hirschaid setzte der SV Memmelsdorf II mit einem 4:0-Erfolg seinen nun schon über Wochen anhaltenden Siegeszug fort. Die Talente aus der Schmittenau sind vor dem letzten Spieltag mit dem TSV Ludwigsstadt nach Punkten gleichauf. Wer von beiden Mannschaften am Ende über dem Strich beziehungsweise in der Schleuderplatzzone steht, hängt auch vom Abschneiden der Ludwigsstadter beim TV Ebern ab. Bei einer möglichen Punktgleichheit gibt es kein Entscheidungsspiel, der direkte Vergleich ging an Ludwigsstadt. Mit seinem verdienten 1:0 gegen Mönchröden schaffte der FC Oberhaid den endgültigen Klassenerhalt und konnte damit auch die größten Pessimisten im Verein beruhigen (0:1).
SpVgg Rattelsdorf -
SV Merkendorf
Trotz des sofortigen Abstieges setzte der Neuling SpVgg Rattelsdorf während seiner ersten Bezirksliga-Serie einige Duftmarken. Man denke nur an den sensationellen 4:3-Heimsieg über den Meister und Landesliga-Aufsteiger FC Coburg. Eindrucksvoll war auch die Kulisse von über 1000 Zuschauern im Gemeindeduell gegen die SpVgg Ebing, das die Gäste nur knapp mit 1:0 gewannen. Die Platzherren können erhobenen Hauptes das Fußball-Bezirksoberhaus verlassen. Der SV Merkendorf nimmt vor der letzten Partie den sechsten Tabellenplatz ein und hat seine von den Verantwortlichen vor Beginn der Saison ausgegebenen Zielvorgaben sogar etwas übertroffen (1:1).