Stettfeld/Trunstadt — Das Baye-rische Fernsehen sucht wieder den Supernarr. Darum bewirbt sich auch ein Duo aus Stettfeld/Trunstadt, wie der Bayerische Rundfunk mitteilte.
Das Bayerische Fernsehen strahlt die Sendung "Franken sucht den Supernarr" am Freitag, 23. Januar, um 22 Uhr aus. Die Fastnacht-Talentschau moderiert Volker Heißmann.

Bis nach Veitshöchheim

Ein Kandidat aus Oberfranken, Alexander Göttlicher aus Betzenstein, hat sich bereits für das Finale von "Franken sucht den Supernarr" qualifiziert. Im zweiten Halbfinale der Fastnachts-Talentschau am morgigen Freitag treten weitere Kandidaten vor die Jury.
Die "FG Wikinger Bad Berneck" aus Bad Berneck, Landkreis Bayreuth, warten mit fantasievollen, farbenfrohen Kostümen, ideenreichen Choreographien und einer geballten Männer-Garde auf: Das Männerballett entert mit rauflustigen, durstigen "Bieraten" die Bühne und schwingt tollkühn furcht einflößende Krummsäbel. Natürlich gehören auch einige Bierfässer zu den Requisiten. "Wir sind vielleicht nicht die Besten, aber mit Sicherheit die Lustigsten", meint Klaus Greiner, einer der Piraten und freut sich schon zusammen mit seinen tanzwütigen Kumpanen auf den Auftritt beim "Supernarr".
Hansi Hümmer aus Stadtsteinach, Landkreis Kulmbach, steht seit über 30 Jahren in der Fastnacht als musizierender Kabarettist auf der Bühne. "Fasching ist einfach mein Leben!", erklärt der sympathische Metzger. Nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag freut sich der "Frankenrebell" ganz besonders darauf, zum zweiten Mal bei der Talentschau mitzumischen - denn unterkriegen lässt er sich auf keinen Fall: "Lachen ist ohnehin die beste Medizin. Und es macht mir einfach großen Spaß, Leute zu unterhalten."
Noch einmal also haben Sänger und Clowns, Komödianten und Musikanten aus ganz Bayern die Chance, sich bei der Fastnacht-Talentschau zu präsentieren. Es steht viel auf dem Spiel: Nur wer mit spitzzüngigen Texten, spannenden Darbietungen und spritzigen Tanzeinlagen die Jury überzeugt, kann einen der begehrten Plätze für das große Finale am Freitag, 30. Januar, ergattern - und wird vielleicht sogar zum "Supernarr 2015" gekürt. Über das "Schicksal" der Kandidaten entscheiden diesmal: der Sitzungspräsident von "Fastnacht in Franken", Bernd Händel, der Fürther Komiker Martin Rassau sowie der Bauchredner Sebastian Reich mit seiner Nilpferddame "Amanda". Sie entscheiden, wer der Gewinner und damit Frankens neuer Supernarr wird und bei der legendären Prunksitzung in Veitshöchheim im Februar vor einem Millionenpublikum auftreten darf.
Aus dem Landkreis Haßberge sind "Engelchen & Teufelchen" (aus Stettfeld) und dem nahen Trunstadt (Kreis Bamberg) dabei. Was tun, wenn es im Himmel zu langweilig ist? Na klar, man nimmt sich eine Auszeit auf der Erde! Genau das tut ein "Engelchen" (Klaus Buck) und trifft dort prompt auf ein "Teufelchen" (Birgit Amling): "Mir gefällt meine Teufelsrolle super gut, denn zu Hause bin ich immer die Brave", meint die sympathische Industriekauffrau.

Wird ein Traum wahr?

"Und ich kann nicht anders, als ein Engel zu sein", erklärt Klaus Buck mit einem Augenzwinkern, der im bürgerlichen Leben Lehrer für Pflegeberufe ist. Als sich die beiden vor einem Jahr bei der oberfränkischen Faschingsgesellschaft "Ritter vom Hahn" in Trunstadt kennengelernt haben und gemeinsam auftraten, hatten sie beim Publikum gleich so viel Erfolg, dass der Vorstand sie sofort beim "Supernarr" angemeldet hat. Und: "Veitshöchheim wäre ein Traum", meint das Duo unisono. red