Die Veranstaltungsreihe "Museum bewegt" in den Kunstsammlungen der Veste Coburg widmet sich im Februar dem Thema "Weibermacht". Stefanie Knöll, Leiterin des Kupferstichkabinetts, stellt am Donnerstag, 16. Februar (10 Uhr), und am Sonntag, 19. Februar (11 Uhr), ausgewählte grafische Darstellungen des 16. und 17. Jahrhunderts vor. Treffpunkt ist der Eingang zum Museumsshop im inneren Burghof.
Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden vielfach Darstellungen, die das damals gängige Verhältnis der Geschlechter zueinander auf den Kopf stellen, indem sie die Frau als Gefahr für den Mann ins Bild setzen. Die sogenannten Weibermacht-Darstellungen haben eine große Spannbreite: Eher harmlos sind Darstellungen, die zeigen, wie Frauen Männer zu unklugen Handlungen verleiten. Daneben stehen - oft auf biblische und mythologische Geschichten zurückgehende - Darstellungen von Frauen, die letztendlich den Tod des Mannes verursachen.
Darstellungen der "Weibermacht" waren in der frühen Neuzeit überaus beliebt und wurden von den bedeutendsten Künstlern der Zeit umgesetzt. Es werden daher herausragende Werke von Künstlern wie Lucas van Leyden, Jan Saenredam, Peter Flötner und Hans Burgkmair zu sehen sein.
Nach einem kleinen Frühstück führt Stefanie Knöll durch die Sammlung. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Museum weiter auf eigene Faust zu erkunden. Das Ticket kostet 15 Euro und ist gültig für Frühstück, Führung und Museumsbesuch (Infos bei Thomas Höppf, Tel. 09561/879-19). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Voranmeldung erbeten. ct