von unserer Mitarbeiterin Gerda Völk

Loffeld — Beste Unterhaltung bot am Samstagabend die Band "Drimindoo" in der "Alten Schule" in Loffeld. Ein hochzu friedenes Publikum ließ die sympathischen jungen Musiker erst nach drei Zugaben gehen. Bis dahin gab es irische Musik vom Feinsten. Im Verlauf ihres mehr als zweistündigen Konzertes erzeugte "Drimindoo" eine Atmosphäre, die an die Gemütlichkeit eines irischen Pubs erinnerte und dabei auch Gedanken an sanfte, grüne Hügellandschaften aufkommen ließ. Musik, die ins Ohr ging und das Herz erwärmte.

Mehr Zuhörer als Stühle

Mit rund 90 Besuchern gelangte der Veranstaltungsraum in der "Alten Schule" allerdings schnell an seine Kapazitätsgrenze. Mit diesem Besucheransturm hatte niemand gerechnet. Schnell wurden noch weitere Stühle bereitgestellt. Dennoch blieb einigen Besuchern nichts anderes übrig, als dem Konzert vom Vorraum aus zu lauschen.
"Drimindoo" besteht aus Schülern und Lehrern des musischen Gymnasiums Albertinum in Coburg, die sich der irischen Musik verschrieben haben.

Balladen und Instrumentals

Mit dem Song "Hills of Connemara" startete das Konzert, das neben gefühlvollen Balladen auch einige Instrumentalstücke bereithielt. Martin Bram, der Initiator und musikalische Leiter von "Drimindoo" erklärte auf charmant-humorvolle Art einiges zu Inhalt, Hintergrund und Entstehung der Lieder, die sich im Wesentlichen um Liebe, Seefahrt und den Tod drehen. Das Lied von "Molly Malone" erinnert an eine legendäre Fischverkäuferin in Dublin des 17. Jahrhunderts, der zu Ehren sogar ein Denkmal errichtet wurde. Als Molly starb, war man davon überzeugt, dass ihr Geist in Dublin geblieben war.
Ein anderer melancholisch angehauchter Song handelt von einer Frau, die Abend für Abend ihren Mann sucht, der aus dem Krieg nicht mehr zurückgekommen war. Ihr würde es schon helfen, wenn sie wüsste, dass er nicht mehr lebt, heißt es in der letzten Zeile. Eine ebenfalls traurige Geschichte ist der Song von dem Schiff, das 1909 auf dem Weg von der Isle of Man nach Liverpool in einen schrecklichen Sturm geriet und in den Tiefen des Meeres versank. Die Mischung von Hintergrundinformationen über Land und Leute gepaart mit Musik machte den besonderen Reiz des Konzertes aus.

Kurioses auf der Isle of Man

Zudem erfuhr der Zuhörer auch einiges über das Leben auf der Isle of Man, einer Insel in der Irischen See. Dort soll es nicht nur eine beeindruckende Vegetation geben, sondern auch eine Katze, die ohne Schwanz geboren wird.
"Drimindoo" setzt sich aus dem Musikern Clara-Sophie Freitag (Gesang und Violine), Henrik Letzer (Akkordeon), Leon Günther (Gitarre), Rebecca Vetter (Viola), Anastasia Dering (keltische Harfe), Erik Konietzko (Gesang, Violine, Mandoline, Tin Whistle, Percussion), Thorsten Geißler (Gitarre und Mandoline), Martin Bram (Leitung, Gesang und Violine) und Carla Förster (Tin Whistle und Flöte) zusammen.
Neben einigen eingängigen Reels war auch der Song "Drimindoo" zu hören, der bei der Namensgebung der Band Pate stand. Immer wieder wurde das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen angeregt. Wäre mehr Platz zur Verfügung gestanden, hätte sicher der eine oder andere auch ein Tänzchen gewagt. Am Ende kam das bekannte "Whiskey In The Jar" zu Gehör. Doch damit sollte nach Willen der Zuhörer noch nicht Schluss sein. Auch nicht nach der ersten Zugabe "Wild Rover". Insgesamt war es ein Konzert, das alle Fans der irischen Musik glücklich und zufrieden gemacht haben dürfte. Dies lag nicht zuletzt auch an der Begeisterung und Spielfreude, mit der "Drimindoo" den irischen Abend gestaltete.