Zum 33. Mal in ununterbrochener Folge veranstaltete die königlich priviligierte Schützengesellschaft Haßfurt ihr Großkaliber-Gewehrschießen auf der Schießanlage an der Sailershäuser Straße. Überwiegend aus Franken, aber auch aus Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg waren fast 90 Schützen angereist.
Schützenmeister Gerhard Hartmann freute sich, dass nach etlichen Jahren mit sinkenden Teilnehmerzahlen in den letzten fünf Jahren die Teilnehmerzahlen konstant geblieben sind. Besonders freute er sich, dass von der Reservistenkameradschaft Giesel bei Fulda fast zehn Teilnehmer antraten, die die Chance nutzten, sich mit ihren alten Ordonnanz- und modernen Zielfernrohrgewehren im sportlichen Wettkampf zu beweisen.
Die drei Wertungsklassen unterschieden sich nach Art der Waffen und der zugelassenen Hilfsmittel: Kategorie 1 Ordonnanzgewehr (ehemalige Militärwaffen bis Einführungsjahr 1963 mit Kimme-und-Korn-Visierung, die Verwendung von Schießriemen und spezieller Schießkleidung sind nicht zulässig), Kategorie 2 Standard (zivile Jagd- und Sportgewehre mit Zielfernrohr oder offener Visierung, ebenfalls ohne spezielles Zubehör) und Kategorie 3 offene Klasse (Gewehre mit beliebiger Visierung; hier sind Schießriemen, Flimmerband, spezielle Schießkleidung sowie das Auflegen des Gewehrs auf ein angebautes Zweibein erlaubt). In jeder Kategorie lockten für die vorne Platzierten handgetöpferte und mit Namen versehene Bierkrüge. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde.
In der Kategorie Ordonnanzgewehr, der Klasse mit der stärksten Beteiligung, gewann mit 94 von 100 möglichen Ringen Ralf Schlegel vom BdMP Mainfranken. Deutlich dahinter mit 91 Ringen folgte Stefan Buc von der SG Haßfurt vor Wilhelm Grohe (90), ebenfalls Haßfurt, auf Platz 3. Auf die nächsten Plätzen kamen Detlef Oberländer (89 Ringe, SG Königsee) und Frank Kind (87, SV Eschau).
In der Kategorie Standardgewehr setzte sich Rudolf Faltermeier vom SV Thurn mit 90 Ringen an die Spitze, knapp vor dem Haßfurter Josef Jüngling, der 89 Ringe schoss. Es folgten Klaus-Dieter Müller von der RK Giesel und Wilhelm Grohe aus Haßfurt mit jeweils 84 Ringen. Müller lag dabei vorn da er einen Innenzehner mehr als Grohe schoss. Fünfter mit 83 Ringen war Stefan Buc aus Haßfurt.
In der offenen Klasse, wo die Schützen mit ihren Hochleistungsgewehren auf eine sehr kleine Zehn zielten, musste volle 100 Ringe schießen, wer vorn mit dabei sein wollte. Gleich drei Schützen erzielten dieses Spitzenergebnis und unterschieden sich lediglich in der Zahl der Innenzehner.
Es gewann Rudi Pickel von der SG Siegersdorf, der gleich zweimal kaum überbietbare neun Innenzehner erreichte, vor seinem Vereinskollegen Norbert Liedel, der zweimal acht Innenzehner produzierte. Dritter wurde Volker Röbisch von der SG Hildburghausen mit sechs Innenzehnern. Auf den Plätzen folgten Michael Back vom BdMP Maintal (98/5) vor Angela Kowalewski (98/4) aus Siegersdorf.
Schützenmeister Gerhard Hartmann zeigte sich beeindruckt von der hohen sportlichen Leistung und erklärte, dass das 34. Großkaliber-Gewehrschiessen für 2017 schon fest eingeplant sei. Vorher sei aber noch am 22. und 23. Oktober Gelegenheit für die Schützen, ihr Können beim 26. Selbstlade-Gewehrschießen zu zeigen. red