von unserer Mitarbeiterin Sonny Adam

Kronach — Die Unternehmen müssten zusammenhalten und zusammen für eine bessere Zukunft in der Region kämpfen. Dazu müssten sich Unternehmer und Führungskräfte gut kennen, sich austauschen und natürlich gemeinsam an einem Strang ziehen. Es müsste regelmäßig einen gemeinsamen Austausch geben und natürlich müssten Unternehmen, die voneinander profitieren könnten und sich ergänzen würden, sich auch wirklich gut kennen und gemeinsam agieren. Und genau das versucht jetzt das Innovations-Zentrum Region Kronach auf den Weg zu bringen.

Drei Personen in einer Limousine

Im Autohaus Müller initiierte das Innovations-Zentrum Region Kronach zum ersten Mal ein Speed-Networking zu dem rund 40 Unternehmer, Vertreter öffentlicher Institutionen, Vertreter von Banken und natürlich Unternehmer und Führungskräfte kamen. Und das funktionierte so, erklärte Hendrik Montag-Schwappacher, Geschäftsführer des Innovations-Zentrums Region Kronach: Jeder Unternehmer setzte sich mit drei weiteren Personen in eine Luxus-Limousine. Dann wurde eine Sanduhr umgedreht und jeder hatte Zeit, sich drei Minuten lang vorzustellen, seine Sorgen, Nöte, Bedenken, Stärken, Pluspunkte und Anliegen vorzutragen. "Es geht darum, aufzuzeigen, wer wer ist und was ihn bewegt", sagt Hendrik Montag-Schwappacher. Und schon stiegen Unternehmer jeweils zu viert in eine Luxuslimousine und fingen an, sich auszutauschen. Zwölf Minuten lang blieben sie in dem Auto, dann wurden die Partner gewechselt. Ein neues Speed-Networking begann.

Unterschiedliche Erwartungen

"Wir wollen uns besser kennenlernen", machte auch Rainer Kober mit. "Es ist unglaublich, wie unterschiedlich die Erwartungen der Einzelnen sind", sagte Kober und gab offen zu, dass die Unternehmer und Führungskräfte in Kronach sich zwar kennen, aber eben oft nur oberflächlich. "Wir wollen die Politik mit unseren Aktivitäten unterstützen, aber oft fehlt es an der konzeptionellen Ausrichtung", sagte Kober. Und genau deshalb trafen sich die Unternehmer. "Mein Wunsch wäre es, einen Innovationsgeist in Kronach zu wecken", sagte Kober klipp und klar.
Tatsächlich waren die namhaftesten Unternehmen aus Kronach und Umgebung beim ersten Speed-Networking mit von der Partie. Angela Hofmann vertrat die Stadt Kronach und suchte mit den Unternehmern und Führungskräften das Gespräch. Alexander Müller vom gleichnamigen Autohaus hat festgestellt, dass die Unternehmer in anderen Gegenden besser vernetzt sind. So gäbe es in Hof für Abiturienten und Studierende eine "Welcome-Home-Party", bei der Unternehmen die Chancen aufzeigen, die es beruflich in der Region gibt, erklärte Müller. Müller hofft, dass die Ideen, die beim ersten Speed-Dating gesponnen werden, weiterwachsen. Und auch Dirk Maaß und Urs Bernhard von Bayern Innovativ waren mit von der Partie. Die beiden versuchten das Konzept von Bayern innovativ zu erläutern.
Denn Oberfranken gehört zur Modellregion. Und für Beratung und für Förderung der Wirtschaft werden immerhin drei Millionen Euro vom Freistaat zur Verfügung gestellt. Die Unternehmen können mit Beratungen, mit Schulungen und mit Know-how unterstützt werden - in allen Bereichen.