von unserer Mitarbeiterin 
Christiane reuther

Knetzgau — In der Knetzgauer Gemeinderatssitzung stand zum Jahresbeginn als ein einziger Tagesordnungspunkt die Ehrung von drei verdienten Ratsmitgliedern im Mittelpunkt.
Bürgermeister Stefan Paulus zeichnete im Rahmen einer kleinen Feierstunde Robert Beetz (Knetzgau) sowie die bereits ausgeschiedenen Räte Josef Bauer (Westheim) und Walter Johannes (Hainert) aus.
Robert Beetz, seit 1996 Mitglied im Gemeinderat, wurde bei den Kommunalwahlen jedes Mal mit einem Spitzenergebnis wiedergewählt. Als ehemals aktives Mitglied der Theatertruppe sei er beim Knetzgauer Carnevalsverein nicht mehr wegzudenken. Robert Beetz moderiere nicht nur den Knetzgauer Fasching, sondern trete auch mit eigenen Beiträgen auf.
Josef Bauer erhielt für besondere Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung aus den Händen des Bürgermeisters ebenfalls eine Auszeichnung. Er ist heute noch örtlicher Beauftragter der TG Westheim und engagiert sich weiterhin bei der Feuerwehr Westheim. Er war seit 1996 Mitglied des Gemeinderates und ist im letzten Jahr ausgeschieden.
Ebenso lange wie Josef Bauer gehörte Walter Johannes dem Gemeinderat an. Er habe den Respekt und die Anerkennung seiner Mitbürger durch couragierte und engagierte Redebeiträge gewonnen, so Stefan Paulus in seiner Laudatio. Als Unternehmer habe Johannes in seiner Heimatgemeinde Hainert die Gewerbeschautage mit initiiert und sei heute noch in vielen Hainerter Vereinen ein wichtiger Akteur.
Der Bürgermeister gab während der Feierstunde einen Ausblick auf die Arbeit im neuen Jahr. Die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge liegt mittlerweile bei zehn Personen, informierte er. Sie kommen aus Syrien, Palästina und Afghanistan und sind in Eschenau und Knetzgau untergebracht.
Erfreulich sei die Baugenehmigung für das neue Seniorenheim, die vom Landratsamt erteilt wurde. Die Umbauarbeiten an der Dreiberg-Schule beginnen in Kürze und damit verbunden sei der Umzug der Klassen in die Ausweichquartiere. Der Förderbescheid und die Zustimmung zum Baubeginn der Schule würden zwar noch ausstehen, aber Paulus zeigte sich zuversichtlich, in Kürze die Baugenehmigung aus dem Landratsamt zu erhalten. Der Bürgermeister ging auch auf die Thematik der gesperrten Franz-Hofmann-Halle ein. Auf ein ausführliches Brandgutachten mit wichtigen Informationen warte man noch. Es sei sinnvoll, das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten zu besprechen, wenn das Ergebnis des Gutachtens vorliege. Die zukünftige Nutzung der Franz-Hofmann-Halle hätte vor allem die Knetzgauer Bevölkerung in der Hand. Für Paulus wäre es hilfreich, wenn die Knetzgauer auch die Veranstaltungen ihrer Vereine und Organisationen besuchen würden. Eine neue Halle - falls es zu einem Neubau kommen sollte - trage sich nur, wenn es hier ein Umdenken gebe und die Veranstalter bei ihren Bemühungen nicht alleine gelassen werden. Das Defizit der Franz-Hofmann-Halle machte Jahr für Jahr 40 000 Euro aus.
Als weitere Projekte nannte Paulus die Sanierung des Turngartens, die Frage nach dem Weitergehen für den "Schwarzen Adler" in Westheim sowie die Erschließung mit Breitband für die Gemeindeteile Unterschwappach, Eschenau und Wohnau. Außerdem soll die Dorferneuerung in Eschenau zum Abschluss kommen. Und auch in Zell sollen Projekte zur Dorferneuerung umgesetzt werden.