Er war einer von vier Tätern, die im Frühjahr 2014 in mehrere fränkische Geschäfte und Tankstellen eingebrochen waren, darunter in Neustadt bei Coburg. Seit Montag stand der 26-jährige Georgier deshalb vor Gericht. Gestern verurteilte ihn die Große Strafkammer unter Vorsitz von Richter Christoph Gillot zu drei Jahren Haft.
Zum Schuldspruch führten drei Diebstähle und ein versuchter Diebstahl, die der Angeklagte am Ende eingestanden hatte. Zum Prozessbeginn am Montag hatte er nur seine Beteiligung an zwei Einbrüchen und einem versuchten Einbruch zugegeben. Doch die Beweise für die vierte Tag - Videoaufnahmen und DNA-Spuren - erwiesen sich offenbar als so zwingend, dass der Mann den Einbruch in Gunzenhausen am zweiten Prozesstag schließlich zugab.
Mit der Strafe blieb das Gericht drei Monate unter dem von Staatsanwalt Christian Pfab geforderten Strafmaß von drei Jahren und drei Monaten. Ob der 26-Jährige die Strafe im vollen Umfang in Deutschland verbüßen wird, ist offen. Er war - wie seine Mittäter - aus Georgien gekommen und hatte in Deutschland Asyl beantragt.
Innerhalb weniger Wochen hatte die Bande eine wahre Einbruchserie hingelegt. Sie drangen in Tankstellen, Geschäfte, Getränkemärkte ein und stahlen Geld, Zigaretten, Lose, Bargeld, Süßigkeiten und Getränke. In Neustadt hatten Zigaretten zum Abholen verpackt, wurden aber dabei überrascht und flüchteten. Nach einem Tankstelleneinbruch in Fürth konnte die Polizei vier Täter festnehmen. Sie vermutet aber, dass es weitere Komplizen gab. sb